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Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen kosten Baufinanzierer viel Geld: „Verbraucher mit einem solchen Fehler im Vertrag können widerrufen und die Rückabwicklung des Vertrags verlangen“, berichtet das Online-Verbrauchermagazin Finanztip. Allerdings sollten sich Betroffene beeilen. Die Ansprüche müssen bis zum 21. Juni geltend gemacht werden.
Wie Finanztip berichtet, enthielten rund 80 Prozent der Baufinanzierungen im Zeitraum vom 1. November 2002 bis Juni 2010 fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Bislang habe aber nur ein Bruchteil die Chance genutzt, die seinerzeit abgeschlossenen Verträge rückabzuwickeln. Immerhin geht es um eine Gesamtsumme von 690 Milliarden Euro. Finanztip geht eigenen Berechnungen zufolge davon aus, dass rund drei Millionen Baufinanzierungsverträge fehlerhaft seien.
Wie sollten Betroffene verfahren? Verbraucher können durch den Widerruf und die Rückabwicklung des Vertrages die Restschuld ihres Kredits in der Regel um 10 bis 20 Prozent reduzieren, berichtet das gemeinnützige Online-Verbraucherportal Finanztip. „Zusätzlich profitieren sie von den mittlerweile viel niedrigeren Zinsen“, erklären die Experten. Wer eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt hat, kann diese zurückverlangen, auch wenn der Kreditvertrag längst beendet sei. Das Online-Verbrauchermagazin nennt unter anderem Anwaltskanzleien, die bereits zahlreiche Verfahren auf diesem Gebiet angestrengt und abgeschlossen haben. Kunden, die das Prozesskostenrisiko scheuen und keine Rechtsschutzversicherung haben, empfiehlt Finanztip sogenannte Prozessfinanzierer wie Metaclaims. Diese bekommen bei Erfolg zwischen 30 und 40 Prozent der erlösten Summe. Geht das Verfahren verloren, müsse der Kunde nichts bezahlen.
Weitere Informationen unter
www.finanztip.de

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