hn_02_08_2015_baufinanzierung  Niedrige Bauzinsen haben die Nachfrage nach Immobilien erhöht. Doch nach wie vor gilt: Je höher das Eigenkapital, umso günstiger fällt das Darlehen für das neue Haus oder die neue Wohnung aus. Denn Banken sehen es gerne, wenn der Kreditnehmer eine gewisse Geldsumme selbst in das Bauvorhaben mitbringt, berichtet das Baufinanzierungsportal Baufi24.de.
„Finanziert der Kunde mit dem Darlehen nur einen Teil der Kosten, geht der Kreditgeber ein kleineres Risiko ein und die Zinsen fallen entsprechend niedriger aus“, sagt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de. Vorteil für den Kunden sei, dass ihm günstigere Konditionen gewährt werden, sobald er zu einem höheren Teil die Immobilie selbst finanziert. „Bei einer Kaufsumme von 200.000 Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren beträgt, bei einem Eigenanteil von 40 Prozent, der Zinssatz 1,61 Prozent“, erklärt das Portal. Dies bedeute, dass der Kunde Zinsen in Höhe von 17.300 Euro zahlen muss. Bringe der Bauherr nur etwa 20 Prozent Eigenkapital ein, liegen die Zinsen für das Darlehen bereits bei 24.500 Euro (Zinssatz hier: 1,71 Prozent).
Eine Möglichkeit, das Eigenkapital zu organisieren, sei das Auflösen von Bauspar- oder Kapitalversicherungsverträgen. „Der Verkauf lohnt sich dann, wenn die für Immobilienfinanzierung eingesparten Zinsen über dem Ertrag, den die Versicherung in der Restlaufzeit noch einbringen würde, liegen.“ Eine weitere Möglichkeit könnte sein, sich Geld innerhalb der Verwandtschaft zu leihen. Übrigens: Wer handwerkliche Eigenleistungen erbringt, kann sich dies von der finanzierenden Bank als Eigenleistung – die sogenannte Muskelhypothek – anerkennen lassen.

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