Die Konditionen für Baufinanzierungen sind so günstig wie nie. Doch Experten warnen Bauinteressierte vor dem übereilten Abschluss eines Baukredits. „Nur weil die Zinsbelastung niedrig ist, bekommen Darlehensnehmer ihre Immobilie nicht geschenkt“, erklärt das Baufinanzierungsportal Baufi24 – und gibt Tipps, wie man Fehler bei der Baufinanzierung vermeiden kann.

Was Bauherren gerne vergessen: Beim Bau eines Hauses fallen vielfältige Kosten an. Denn nicht nur das Bauunternehmer möchte bezahlt werden. Auch sollten im Rahmen einer soliden Baufinanzierung Kosten für Gebühren (Notar, Grundbucheintrag, etc.), Steuern, Anschlusskosten und Baunebenkosten berücksichtigt werden.

Baufinanzierung detailliert angehen

Das A und O einer soliden Baufinanzierung beginnt damit, die anstehende finanzielle Belastung zu kalkulieren. „So müssen Bauherren mit vielen Baunebenkosten rechnen“, erklärt das Portal Baufi24. Dazu gehörten Makler- und Notargebühren, Grunderwerbsteuer sowie Kosten für Bodengutachten, Grundstücksvermessung, Hausanschlusskosten, Baugenehmigung, Versicherungen und die spätere Gestaltung des Außenbereichs. „Außerdem belasten laufende Mieten oder Unterhaltskosten für Eigentumswohnungen in der Bauphase das Portmonee.“ Daher müssten Bauherren bereits in der Planung die eigenen Finanzen im Blick haben und sich ehrlich fragen, ob die monatlichen Raten eines Kredits zu stemmen sind. „Ein guter Anhaltspunkt ist hierfür die monatliche Kaltmiete.“ Könne diese problemlos finanziert werden und bleibe noch etwas Luft, stelle eine vergleichbare Darlehensrate keine Schwierigkeiten dar.

Welche Faktoren ein Bauvorhaben beeinflussen können und worauf man achten sollte, wissen am besten Baufinanzierungsberater. Eine Baufinanzierung von der Stange gibt es nicht. Sie wird immer auf die individuellen Bedürfnisse von Bauherren angepasst. „Wichtig ist auch die bankenunabhängige Angebotserstellung“, heißt es dazu von Baufi24.

Weiterer Tipp: Je mehr Eigenkapital zu Beginn vorhanden ist, desto geringer ist die Darlehenssumme und umso günstiger wird dadurch am Ende die Finanzierung. Zusammen mit dem Eigenkapital sei auch die Wahl des Tilgungssatzes entscheidend. Gerade in der Zeit des Niedrigzinses sollten zukünftige Eigenheimbesitzer einen hohen Tilgungssatz wählen. Starten Bauherren direkt mit einem Tilgungssatz von drei bis fünf Prozent, verringert sich die Laufzeit und die Zinsbelastung ist insgesamt wesentlich niedriger. Zwar steige auf diese Weise die monatliche Rate, aber das Traumhaus ist auch deutlich schneller und günstiger schuldenfrei. (ots/ gäd.)

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