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Lofthouse in Berlinheidelberger_lofthouse_fuchs_270px_72dpi

Wie lässt sich Neues am besten mit Altem kombinieren? Einen klaren Kontrapunkt setzen oder lieber Anleihen vom Bestand nehmen? In der Kreuzberger Fichtestraße gelang Architekt Paul Ingenbleek beides. Sein modernes „Lofthouse“ aus Beton, Stahl und Glas greift die Rundung des benachbarten „Fichtebunkers“ auf. Dennoch kann sich das Wohngebäude neben dem alten Gasometer behaupten ohne als Fremdkörper zu wirken.

Auf einem knapp 8.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe der Hasenheide sind zwei sehr unterschiedliche Gebäude zu Nachbarn geworden. Zunächst hatte der ortsansässige Architekt Paul Ingenbleek den „Fichtebunker“ – einen rund 130 Jahre alten, ehemaligen Gasspeicher und Luftschutzbunker – saniert und um zwölf luxuriöse Dachwohnungen aufgestockt.
Unmittelbar daneben errichtete er ein modernes Gebäude, das sogenannte „Lofthouse“. Während es auf der Südseite an einen bestehenden Altbau andockt und dessen Geschosshöhen aufnimmt, bietet seine Nordfassade dem Bunker die Stirn. Anstatt sich hermetisch davon abzuschotten, zeichnet sie sanft die Rundung des Denkmals nach und bietet – über zwanzig schräg aus der Fassade springende, rechteckige „Gucklöcher“ – Ausblicke auf das altehrwürdige Nachbargebäude.
Die Schaukästen durchstechen als wuchtige, kubische Stahlbetonrahmen die Außenwand, die Fenster sind darin integriert. Ihr grauer Sichtbeton kontrastiert mit der weißen Putzfassade des Lofthouse, andererseits stellt er einen Bezug zur Massivität des benachbarten Bunkers her. In den Wohnungen bildet sich auf diese Weise dessen unregelmäßige, rot-orange Ziegelfassade ab, was einen lebhaften Gegensatz zu den überwiegend glatten, rohen und in gedeckten Farben gehaltenen Oberflächen der Lofts bewirkt.
Architektonisches Konzept war es, die Werte des Berliner Altbaus in ein modernes Gebäude zu übersetzen, ohne dabei auf historische Bauweisen zurückgreifen zu müssen. Ingenbleek schuf sehr große Einheiten mit Wohnflächen bis 202 Quadratmetern, lichten Raumhöhen von 3,40 Metern, hohen Türen, Erkern und großzügigen Balkonen.
Die Betonskelettbauweise mit nur vier Stützen auf 200 Quadratmetern ermöglichte eine freie Grundrisseinteilung. Daher ist auch jedes Loft individuell gestaltet. Zum Teil finden sich in den Wohnungen frei in den Grundriss eingestellte „Versorgungsboxen“, die sanitäre Anlagen, offene Kamine oder Ähnliches aufnehmen. Sämtliche Decken und das begrünte Dach sind als Flachdecken in Sichtbeton ausgeführt, die Bodenplatte besteht wie die gesamte Tiefgarage aus wasserundurchlässigem Beton.
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