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Chemnitz ist geprägt von einer Vielzahl älterer Massivhäuser und Fertighäuser. Allerdings ist der Energieverbrauch in älteren Wohnhäusern in Chemnitz auch sehr hoch – das macht sich insbesondere im Winter bemerkbar. Angesichts steigender Heiz- und Stromkosten wird ein unsaniertes Einfamilienhaus schnell zur Kostenfalle, wie die Deutsche Energieagentur (Dena) errechnet hat. Innerhalb der letzten zehn Jahre stiegen allein die Heizkosten von 1.365 auf 2.730 Euro. „Wer nicht Jahr für Jahr draufzahlen will, sollte über eine umfassende energetische Sanierung zum Effizienzhaus nachdenken“, teilt die Dena mit. Damit ließe sich der Energieverbrauch um 80 Prozent senken.

Unsanierte Einfamilienhäuser in Chemnitz verursachen vor allem im Herbst und Winter hohe Energiekosten. Luftdurchlässige Fenster, eine fehlende Dämmung und eine veraltete Heizung verursachen im Vergleich zu einem Energieeffizienzhaus monatlich hohe Betriebskosten für Wärme und Strom. Bei einem unsanierten Einfamilienhaus soll der Energieverbrauch pro Quadratmeter bei 230 Kilowattstunden liegen. Ein Effizienzhaus hingegen verbraucht gerade einmal rund 50 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter. Die Investition in eine energetische Sanierung eines Fertighauses oder Massivhauses rechne sich bereits nach wenigen Jahren.

Um ein Einfamilienhaus energetisch zu sanieren, empfiehlt die Deutsche Energieagentur ein ganzes Bündel an baulichen Maßnahmen. Um beispielsweise den von der KfW-Bank mit zinsgünstigen Darlehen geförderten Effizienzhaus 55-Standard zu erreichen, sollte eine umfangreiche Dämmung der Außenwände, des Dachs und der Kellerdecke, der Einbau hochwertiger Fenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, der Austausch der alten Heizungsanlage gegen einen effizienten Brennwertkessel mit Solarthermie und der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ins Auge gefasst werden. Die Kosten für eine energetische Sanierung liegen bei durchschnittlich 64.000 Euro.

Damit eine energetische Sanierung gut durchdacht ist, sollten Chemnitzer Hausbesitzer einen Energieberater hinzuziehen. Der Experte plant die Sanierung zu einem Energieeffizienzhaus und stimmt alle baulichen Maßnahmen ab. Darüber hinaus rät die Deutsche Energieagentur, ein Einfamilienhaus unter den strengen Richtlinien des Dena-Gütesiegels sanieren zu lassen. „So können sie sichergehen, dass der geplante Energiestandard auch erreicht wird, ohne selbst alle energiesparenden Sanierungsmaßnahmen überprüfen zu müssen.“

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