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lbs_kreditfinanzierung_270px_72dpi  In Deutschland finden die Menschen derzeit beste Bedingungen für den Erwerb eigener vier Wände vor. Nach den Berechnungen von LBS Research mussten Familien mit einem Kind für eine typische Finanzierung im Herbst 2010 nur noch 13 Prozent ihrer durchschnittlichen Einkommen aufwenden – nach 38 Prozent im Jahre 1994 und 21 Prozent vor acht Jahren. Günstiger war hierzulande eine Finanzierung noch nie, und die Verteuerung sei nur eine Frage der Zeit.

Bei ihrer Analyse stützen sich die LBS-Experten auf die Wohneigentumsstudien von Infratest, die regelmäßig Informationen über die durchschnittlichen Kaufpreise für Wohneigentum liefern. Zugrunde gelegt wird hier der bundesweite Mittelwert für Häuser und Eigentumswohnungen, im Neubau wie im Bestand. Der Durchschnittspreis beträgt für 2010 bei einer Größe von 130 Quadratmetern 180.000 Euro. Vor allem wegen des höheren Neubauanteils lagen die Preise zuletzt um bis zu sieben Prozent höher.Die niedrigeren Belastungsquoten gehen in erster Linie auf das Konto deutlich günstigerer Darlehenskonditionen. Hypotheken mit bis zu 10 Jahren Zinsbindung kosteten 1994 über acht Prozent Zinsen, in 2010 dagegen nur noch 3,75 Prozent. Nicht berücksichtigt wurde zudem, dass viele Angebote noch niedriger lagen.Wie LBS Research erläutert, wurde für Vergleichszwecke in den Rechnungen ein einheitliches Finanzierungsmodell unterstellt: 30 Prozent des Kaufpreises werden durch Eigenkapital bestritten, 70 Prozent über eine Hypothek mit 1 Prozent Anfangstilgung. Im Ergebnis kostete die Finanzierung für den typischen Käufer des Jahres 2010 eine monatliche Finanzierungsrate von 504 Euro – also nur die Hälfte, verglichen mit den über 1.000 Euro im Jahre 1994.Selbst wenn man, eine auf zwei Prozent verdoppelte Anfangstilgung unterstellt, was zur Zeit ratsam ist, um schnell schuldenfrei zu werden, erhöht dies die Rate lediglich um gut 100 Euro im Monat. Gleichzeitig sind die verfügbaren Nettoeinkommen von Haushalten mit einem Kind bis in die jüngste Zeit hinein zumindest moderat gestiegen.Bei diesem Langfristvergleich darf nach Auffassung von LBS Research nicht übersehen werden, dass die Finanzierungslasten für Immobilienkäufer in der Vergangenheit durch steuerliche Förderungsmaßnahmen spürbar abgemildert wurden. So habe etwa die Eigenheimzulage für Durchschnittskäufer mit einem Kind mindestens 2.000 Euro ausgemacht. Dies habe seinerzeit die Belastung von 21 auf 16 Prozent abgesenkt. Heute könnten Käufer meist die Wohn-Riester-Förderung nutzen und damit ihren Finanzierungsaufwand deutlich reduzieren. Je nach Steuersatz sorge diese etwa dafür, dass der Staat bis zu einem Prozentpunkt zusätzliche Tilgung „zahlt“ – gegebenenfalls über Jahrzehnte.Alles in allem machen die Zahlen deutlich, dass der Erwerb von Wohneigentum zur Zeit ungewöhnlich günstig ist. Das gelte nicht nur im Vergleich zu Mieten, sondern auch zur Situation in anderen Ländern, wo gestiegene Immobilienpreise meist die Zinsvorteile „aufgefressen“ und die Belastungsquoten kontinuierlich über der Marke von 20 Prozent gehalten haben.Die hohe Abhängigkeit der Bezahlbarkeit eigener vier Wände vom Zins-Niveau zeige aber auch, dass jeder Interessent gut beraten ist, jetzt zu kaufen, weil man nicht ohne weiteres von einer Fortsetzung der jüngsten Niedrigzinsphase ausgehen kann. Wie eine einfache Rechnung zeigt wirkt sich ein Zinsanstieg um einen Prozentpunkt genauso stark aus wie eine Immobilienpreiserhöhung um knapp 15 Prozent. Das Grundbedürfnis nach gutem Wohnen und nach Absicherung fürs Alter sei ungebrochen, eine Verknappung des Angebots und Preissteigerungstendenzen in zahlreichen Regionen, nicht nur in den süddeutschen Ballungszentren, dürfte daher nur eine Frage der Zeit sein.Landesbausparkasse Hessen-ThüringenStrahlenbergerstraße 1463067 OffenbachHotline: 01803-23 23 43 (aus deutschem Festnetz 0,09 €/Min., Höchstpreis für Mobilfunk 0,42 €/Min)Fax: 069 / 91 32-29 90E-Mail: info@lbs-ht.de   Homepage der Landesbausparkasse Hessen-Thüringen

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