Mehrfamilienhaus bauen

Mehrfamilienhäuser sind in Deutschland weit verbreitet, wobei sie meistens eher als Kapitalanlage zum Vermieten gebaut werden als für den eigenen Einzug. Für sich selbst ein Mehrfamilienhaus zu bauen, dafür entscheiden sich die wenigsten Bauherren, es sei denn, man möchte zusammen mit anderen Familienmitgliedern unter einem Dach, aber nicht in einem Haushalt leben.

Was versteht man unter „Mehrfamilienhaus“?

Ein Mehrfamilienhaus ist ein Gebäude, das für mehrere Familien bzw. Haushalte konzipiert wurde. Dabei bewohnt jeder Haushalt eine eigene abgeschlossene Wohneinheit, wobei die Wohnungen meistens auf mehrere Stockwerke verteilt sind. Dabei kann ein Mehrfamilienhaus nur über zwei Wohneinheiten verfügen, aber auch über 10 Wohneinheiten oder noch mehr. Streng genommen ist damit auch ein Doppelhaus ein Mehrfamilienhaus, es wird aber oft auch als Zweifamilienhaus bezeichnet.

Mehrgenerationenhaus-C-Fotolia_115388189_js-photo

Für wen lohnt es sich, ein Mehrfamilienhaus zu bauen?

Mehrfamilienhäuser werden meistens als Kapitalanlage betrachtet und selten dafür gebaut, um selbst darin zu wohnen. Ein Mehrfamilienhaus zu bauen, gilt insgesamt als relativ sichere Kapitalanlage. Denn regelmäßige Miteinnahmen von mehreren Mietern sind sicherer als die Miete für ein einzelnes Haus. Dafür ist die Investition, wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen wollen, besonders hoch und durch Mietausfälle kann die Tilgung des Kredits erschwert werden, was es zu einem Risiko werden lässt, ohne ausreichend Eigenkapital ein Mehrfamilienhaus zu bauen.

Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen möchten, um selbst darin zu wohnen und nur einen Teil zu vermieten, sollten Sie die Vor- und Nachteile genau abwägen. Viele Bewohner von Mehrfamilienhäusern sehen den größten Nachteil in der Lärmbelästigung durch direkte Nachbarn, was aber bei einem gut gedämmten Neubau oft gar kein Thema ist. Als Vorteil eines Mehrfamilienhauses sind die niedrigen Unterhaltskosten, wie zum Beispiel Heizkosten, Reparatur- oder Sanierungskosten, im Vergleich zu einem Einfamilienhaus zu sehen.

Werden beispielsweise die eigenen Eltern alt und man möchte mit ihnen unter einem Dach wohnen, aber nicht gemeinsam in einem Haushalt, dann ist ein Mehrfamilienhaus durchaus eine Überlegung wert. Auch heranwachsende oder gar erwachsene Kinder können mit ihren Eltern in einem Mehrfamilienhaus unter einem Dach leben, ohne sich weiter Küche und Bad teilen zu müssen. In diesem Fall wird auch von einem Generationenhaus oder Mehrgenerationenhaus gesprochen.

Welche Bauweise ist am besten für ein Mehrfamilienhaus?

Mehrfamilienhäuser gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlich vielen Wohnungen. Dabei kann ein Mehrfamilienhaus nicht nur in traditioneller Massivbauweise errichtet werden, sondern es gibt inzwischen sogar Anbieter, die Ihnen ein Mehrfamilienhaus als Fertighaus bauen.

  • Mehrfamilienhaus als Fertighaus

    Allgemein gilt: Wenn Sie ein Mehrfamilienhaus bauen wollen, müssen Sie mit einem höheren Planungs- und Organisationsaufwand vor und während der Bauphase rechnen, als wenn Sie ein kleineres Haus bauen. Die Baubetreuung nimmt deshalb viel Zeit in Anspruch. Bei einem Fertighaus nimmt Ihnen der Fertighausanbieter diese Arbeit ab und ist Ihr alleiniger Ansprechpartner, wenn es zu Problemen kommt. Zudem ist ein Fertighaus zumeist günstiger als ein Massivhaus bei vergleichbarer Wohnfläche. Dabei werden bei einem Mehrfamilienfertighaus die vorgefertigten Bauelemente von dem Anbieter auf die Baustelle transportiert und dort montiert. Bei einem Mehrfamilienhaus dauert der Aufbau zwar deutlich länger als bei einem Einfamilienhaus, aber ein Mehrfamilienfertighaus ist trotzdem immer noch schneller fertig als ein Mehrfamilienhaus in Massivbauweise. Allerdings könnten der schlechtere Wiederverkaufswert und die schlechtere Luftdichtheit gegen ein Fertighaus sprechen, gerade wenn man ein Mehrfamilienhaus bauen will, um sein Geld langfristig zu vermehren.

  • Mehrfamilienhaus als Massivhaus

    Wer ein ausreichendes Budget hat und auf lange Sicht sein Kapital sicher anlegen will, ist mit einem Mehrfamilienhaus als Massivhaus besser beraten. Denn Massivhäuser werden Stein auf Stein auf der Baustelle errichtet und gelten allgemein als wertbeständiger und langlebiger, sodass man als Vermieter auch mit weniger Reparaturkosten rechnen muss. Allerdings muss bei einem Massivbau mit mehr Widrigkeiten und einer längeren Bauphase gerechnet werden. Alleine durch die Trocknungszeit dauert der Massivbau schon länger als ein Fertighaus. Baut man das Massivhaus in eigener Regie und engagiert alle Handwerker selbst, muss man viel Zeit und Nerven investieren. Einfacher ist es, sich ein Bauunternehmen zu suchen, das sich um alles kümmert und Ihnen den Massivbau schlüsselfertig übergibt, was aber wiederum seinen Preis hat.

Mehrgenerationenhaus-C-Fotolia-96783976_Photographee.eu_

Was kostet ein Mehrfamilienhaus?

Was ein Mehrfamilienhaus kostet, kann nicht einfach beziffert werden. Denn Mehrfamilienhäuser gibt es sowohl mit zwei oder drei Wohnungen als auch mit zehn oder mehr Wohneinheiten. Neben der Größe entscheiden aber auch noch andere Faktoren über die Kosten für ein Mehrfamilienhaus. Die Kosten für ein Mehrfamilienhaus können dabei grob eingeteilt werden in die Herstellungskosten (Material-, Planungs-, Genehmigungs-, Arbeitskosten), die Grundstückskosten und die Baunebenkosten. Bezogen auf die Wohnfläche sind die Grundstückskosten für ein mehrstöckiges Mehrfamilienhaus niedriger als für ein zweistöckiges Einfamilienhaus oder gar einen Bungalow. Soll das Mehrfamilienhaus vermietet werden, muss das Grundstück eine gute Lage haben, damit sich später auch Mieter finden und gute Mietpreise erzielen lassen. Mit einer guten Lage wird das Baugrundstück aber wiederum auch teurer. Ein weiterer entscheidender Faktor für die Kosten, um ein Mehrfamilienhaus zu bauen, ist die Bauweise. Dabei ist ein Mehrfamilienhaus als Fertighaus in der Regel günstiger als in Massivbauweise.

TIPP: Um die Kosten für Ihr Mehrfamilienhaus besser kalkulieren zu können und über das Budget zu entscheiden, ist ein Fertighaus oder ein schlüsselfertiges Massivhaus zu empfehlen. Der Hausbauanbieter errechnet für Sie die Kosten vorab, ist dann Ihr alleiniger Ansprechpartner und kümmert sich um die Beauftragung der Handwerker und die Bauüberwachung. Durch den Fixpreis des Anbieters haben Sie eine genaue Kontrolle über Ihre Investition, die in der Regel für ein Mehrfamilienhaus deutlich höher ausfällt als für ein Einfamilienhaus.

Mehrfamilienhäuser

Wilms_01
Wilms AG / Haus Sarah
Wfl. 215m² / Zimmer 12
Massivhaus, Mehrfamilienhaus, Energiesparhaus
Akost-01
Generationswohnen XXL
Wfl. 260m² / Zimmer 20
Fertighaus, Mehrfamilienhaus, Mehrgenerationenhaus, Energiesparhaus
Alle Mehrfamilienhäuser ansehen

Weitere Hauskategorien

Welche Vor- und Nachteile hat ein Mehrfamilienhaus?

Ein Mehrfamilienhaus zu bauen, ist eine große Aufgabe und erfordert einen großen Kapitaleinsatz. Deshalb sollten sie die Vorteile den Nachteilen gegenüberstellen, bevor Sie sich dafür entscheiden, ein Mehrfamilienhaus zu bauen.

Vorteile Mehrfamilienhaus

  • relativ sichere Kapitalanlage
  • Mieteinnahmen verteilen sich auf mehrere Mieter
  • als Mehrgenerationenhaus geeignet
  • eine Wohnung selbst bewohnen und andere gleichzeitig vermieten möglich
  • geringe Grundstückskosten bezogen auf die Wohnfläche
  • geringe Unterhaltskosten bezogen auf die Wohnfläche

Nachteile Mehrfamilienhaus

  • sehr hohe Investition notwendig
  • direkte Nachbarn können stören, wenn man selbst in dem Haus lebt
  • Vermietung mehrerer Wohnungen zeitaufwändig
  • für lohende Vermietung teures Grundstück in guter Lage erforderlich

FAZITEin Mehrfamilienhaus zu bauen, erfordert deutlich höhere Investitionen als ein kleineres Haus zu errichten. Als Kapitalanlage bringt ein Mehrfamilienhaus aber auch mehr Rendite, vor allem wenn es über viele Wohneinheiten verfügt. Deshalb lohnt es sich, ein Mehrfamilienhaus zu bauen, wenn man sein Geld langfristig gut anlegen möchte.

Will man eine Wohnung in einem eigenen Mehrfamilienhaus bewohnen und die anderen Wohneinheiten vermieten, sollte man sich der Nähe der Nachbarn bewusst sein. Denn in einem Mehrfamilienhaus wird man leicht durch Lärm der Nachbarn gestört, vor allem wenn man nicht auf eine gute Dämmung achtet. Auf der anderen Seite spart man bei den Unterhaltskosten und profitiert von den Mieteinnahmen, wenn man ein Mehrfamilienhaus baut und eine Wohnung selbst bezieht.

Interessant ist ein Mehrfamilienhaus, wenn man es als Mehrgenerationenhaus nutzen möchte. So können beispielsweise Großeltern, Eltern und Kinder gemeinsam unter einem Dach leben und sich gegenseitig unterstützen, ohne einen gemeinsamen Haushalt führen zu müssen.

JETZT ANGEBOT & INFOS EINHOLEN

close
buero.png Aktuelle Hausbaukataloge 2018 - gratis & unverbindlich Jetzt hier bestellen kataloge