Auf der Suche nach Einsparpotenzialen in einem Massivhaus oder Fertighaus gerät schnell die Warmwasserversorgung ins Visier. Wer sein Einfamilienhaus mit elektronischen Durchlauferhitzern ausstattet, reduziert Energieverluste und Energiekosten. Das ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie mit dem Namen „Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emmissionen durch dezentrale elektronische Warmwasserversorgung“. Die Initiative WÄRME+ hat die Ergebnisse der Untersuchung in einer neuen Broschüre zusammengefasst.

Ausgangspunkt für die Untersuchung waren drei Gebäudetypen, die 1960 errichtet wurden: Einfamilienhaus, Dreifamilienhaus und Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohneinheiten. Alle Wohngebäude waren mit veralteten, hydraulisch geregelten Durchlauferhitzern ausgestattet. Die Studie verglich die Nutzenergie sowie die Energieverluste nach der Umstellung auf elektronisch geregelte Durchlauferhitzer mit einer zentralen Erwärmung über eine Öl- beziehungsweise Gas-Brennwerttherme und Warmwasserzirkulation. Ausgewertet wurden Daten, die über einen Zeitraum von 15 Jahren gesammelt wurden. „Klar ist: Wird das Wasser unmittelbar an der Zapfstelle erwärmt, entfallen lange Rohrleitungen“, sagt Alexander Sperr von der Initiative WÄRME+. „Dadurch sinken die Speicher-, Verteil- und Zirkulationsverluste erheblich.“ Die Studie ergab bei einem Familienhaus mit zwölf Wohnungen einen Wasserverlust von 14 Liter täglich. Über das Jahr gerechnet, flossen 5.000 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss.

Die dezentrale Trinkwassererwärmung sei im Hinblick auf die Investitionskosten vor allem für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser empfehlenswert, erklärt die Initiative WÄRME+. Auch aus ökologischer Sicht lohne sich die Umstellung, da für die Stromerzeugung zunehmend erneuerbare Energien genutzt würden. „Die dezentrale Warmwasserversorgung durch moderne Geräte stellt eine zukunftsfähige Lösung mit hoher Effizienz und hohem Energieeinsparpotenzial dar“, lautet das abschließende Fazit der Initiative WÄRME+. „Je nach individuellen Anforderungen und Leistungsstufe ist eine Vielzahl an Gerätevarianten erhältlich, deren Einsatz nicht zuletzt vor dem Hintergrund des weiter steigenden Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien ökologisch immer interessanter wird.“ Die Broschüre zur Studie kann kostenfrei im Internet heruntergeladen werden.

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