Haus des Jahres 2019

stromkabel
Wer vor dem Umzug in ein neu erbautes Eigenheim steht, der muss sich nicht etwa um die Kündigungsreglementierungen kümmern, die Stromanbieter in ihren Verträgen ausweisen, sondern kann sich sicher sein: Durch den Umzug wird ein reibungsloser Wechsel des Stromanbieters möglich, denn es nicht um einen klassischen Wechseln, sondern um einen neuen Strom-Standort. Sinnvoll ist es dann in jedem Fall, einmal durchzurechnen, ob nicht ein anderer Anbieter günstiger ist, um im neuen Haus die Stromzufuhr zu bewerkstelligen. Was Experten mit Blick auf die Auswahl eines Stromanbieters raten, soll Thema dieses Beitrags sein.

Es klingt schon paradox, wenn Experten von vier Strom-Giganten sprechen und diese mehreren hundert Stromanbietern gegenüberstehen. Der Status Quo der Stromlandschaft ist klar: Neben Vattenfall, EnBW, RWE und E.on bieten regionale Stadtwerke Strom an, daneben reihen sich Ökostromanbieter und auch etwaige Zwischenhändler treiben die Anzahl an Stromlieferanten in gigantische Höhen. Wie der passende Stromanbieter ausgewählt werden kann, sollen die folgenden Top-5-Expertentipps erklären.

Tipp 1: Die Nutzungsart bestimmt den Vertrag

Grundsätzlich setzt sich der Strompreis aus zwei Puzzleteilen zusammen: aus einem Grundpreis und den Kosten, die für den verbrauchten Strom zusätzlich anfallen. Ein Fragenkatalog kann dabei helfen, aufzuzeigen, inwiefern sich Nutzer im Vorfeld darüber klar werden sollten, wie ihr Verbrauch ist, um dann den entsprechend günstigsten Anbieter zu wählen.

Wann wird Strom verbraucht? Die Familie mit kleinen Kindern wird eher tagsüber Strom verbrauchen, das Ehepaar ohne Kinder, bei dem beide Partner auswärts arbeiten, braucht wohl abends am meisten Strom. Und diejenigen mit Home-Office-Lösungen benötigen zu den Arbeitshochzeiten mehr Strom.
Wieviel Strom wird verbraucht? Beim ersten Vergleichsschritt wird meist die Gesamtsumme abgefragt. Ist dieser vergleichsweise niedrig (weil tagsüber keiner zuhause ist), sollten Verbraucher einen Vertrag wählen, der einen niedrigen Grundpreis hat. Die Einzelgebühren fallen hier ohnehin kaum ins Gewicht.

Tipp 2: Der Strom sollte nicht erst mit dem Einzug im Haus verfügbar sein

haus-eingeruestet
Wer an der frühzeitigen Stromversorgung spart, tut sich damit keinen Gefallen. Strom, Wasser und Abwasser sowie Leitungen für Gas und Telefon müssen rechtzeitig beantragt werden, denn genau diese Versorgung ist bereits während der Bauphase wichtig. Der regional zuständige Strom-Netzbetreiber wird dafür kontaktiert und darüber informiert, dass der Verbraucher nun als Neu-Nutzer ans Netz geht. Anschließend stellt ein Elektriker den Hausanschluss her.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, sollte der Hausbesitzer mit seinen Vorrecherchen zum Stromanbieter soweit sein, dass ein entsprechender Anbieter ausgewählt werden kann. Mit der installierten Anlage und einem geschlossenen Vertrag gibt es Strom im Haus, der nicht nur für die späteren Nutzer, sondern auch für alle aktiven Gewerke nötig ist bzw. die Arbeiten auf der Baustelle erleichtern. Infos darüber, wie der Gas-, Wasser- und Telefonanschluss ebenso einfach beantragt wird, sind hier nachzulesen.

Tipp 3: Beim Preisvergleich ist die beste Möglichkeit, auch an Ökostrom-Varianten zu denken

oekostrom
Generell gibt es kein Angebot, dass die Aussage rechtfertigen würde, dass Ökostrom grundsätzlich und immer teurer ist als nicht aus Erneuerbaren Energien gewonnener Strom. Zunächst einmal sollten Verbraucher sich jedoch nicht vom RECS-Zertifikat blenden lassen, denn das ist nur ein Label, was inhaltlich nichts mit Ökostrom zu tun hat. Wer zu 100 Prozent auf reinen Ökostrom setzen möchte, der wird dafür schon zur Kasse gebeten. „Die reinen Ökostromanbieter sind teurer als die Angebote für Naturstrom der konventionellen Versorger“, heißt es dazu in einem Bericht im Tagesspiegel.

Die dritte Ökostrom-Variante baut auch wieder auf ein Etikett und zwar auf das „OK Power“-Label oder das „Grüner Strom Label“, das vom Öko-Institut e.V. und der Verbraucherzentrale ausgegeben wird. Kritiker, die behaupten, dass für teures Geld dennoch derselbe Strom durch die Leitung fließt, haben nur zum Teil Recht, denn der Anstieg an Ökostrom-Nutzern wirkt sich nachhaltig positiv auf die Entwicklungen in der Energieerzeugung aus, denn ein Teil der Stromkosten, die Ökostrom-Kunden berappen, fließt wieder zurück in entsprechende Anlagen.

Tipp 4: Wer gut vorbereitet ist, kann schnell einen neuen Vertrag abschließen

Experten raten dazu, bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter immer die Zählernummer parat zu haben. Denn diese sowie die Postleitzahl sind Grundvoraussetzung für den Abschluss eines neuen Stromanbieter-Vertrags. In aller Regel werden diese Daten im Rahmen einer Formular-Matrix abgefragt. Wer sich schwer dabei tut, den Verbrauch im neuen Eigenheim zu schätzen, kann auf Portale wie Verivox setzen, die ermöglichen, die Anzahl der im Haushalt lebenden Menschen anzugeben. Damit sowie mit der Postleitzahl werden anschließend die Stromanbieter übersichtlich und schnell gelistet. Der Blick des Verbrauchers sollte dann auf Konditionen und Preise gerichtet werden. Doch auch Vertragsbedingungen, Kündigungsfristen und Laufzeiten sollten verglichen werden, denn nur mit einem Blick auf all diese Parameter kann eine passende Entscheidung für einen Anbieter getroffen werden.

Tipp 5: Regelmäßig wechseln und sich dafür belohnen lassen

Verbraucherschützer empfehlen – auch wenn es anfangs etwas unbequem scheint – regelmäßig Preise zu vergleichen und den Stromanbieter zu wechseln, denn meist wird nicht nur an den einzelnen Gebühren gespart, sondern oft bieten Stromanbieter auch ansprechende Wechselprämien an, die jährlich eingeheimst werden können. So können nicht nur nach dem Umzug ins Eigenheim Strompreise gespart, sondern auch langfristig Sparpotential ausgenutzt werden.

Aktuell Bau GmbH

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere