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Ob in der Küche, dem Bad, dem Kinder- oder Schlafzimmer: Überall im Haus können gefährliche Fehlerströme auftreten. Sie entstehen durch marode Leitungen, Defekte bei elektrischen Geräten oder auch, wenn zum Beispiel der Haartrockner in das Badewasser fällt.

 

Eine bestimmte Menge Strom – der sogenannte Fehlerstrom – fließt dann, anstatt über die Installationsleitung zur Steckdose zurückzukehren, ungewollt über andere Wege ab. Für den Menschen gefährliche Stromschläge, aber auch Sachschäden an Elektrogeräten bis hin zu Schwelbränden können die Folge sein. Defekte Elektrogeräte sind immer noch die häufigste Brandursache: 34 Prozent aller Wohnungsbrände werden auf diese Weise ausgelöst.

Dabei ist es ganz einfach, sich vor einem Stromunfall zu schützen: Ein Fehlerstromschutzschalter, kurz FI-Schalter, überwacht den Isolationszustand der elektrischen Anlage sowie der angeschlossenen Elektrogeräte und erkennt selbst kleinste Fehlerströme. Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde unterbricht er die Stromzufuhr zum elektrischen Gerät und rettet damit im Ernstfall Leben.

Daher sollten Bauherren und Modernisierer, bei der Installation nicht an der falschen Stelle sparen: Alle Stromkreise mit Steckdosen in Häusern und Wohnungen müssen mit einem FI-Schutz ausgestattet sein. Das gilt für den Neubau wie auch für neu installierte Stromkreise bei der Modernisierung. Wer aber nur einen einzelnen FI-Schalter für alle Stromkreise im Haus einbaut, der geht ein hohes Risiko ein, denn kommt es an einer Steckdose zu einem Fehlerstrom und es ist alles über einen einzigen FI-Schalter abgesichert, dann schalten sich gleich alle Geräte im Haus aus und die Bewohner tappen im Dunkeln.

Um diese zusätzliche Gefahrenquelle zu vermeiden, sollte man Lichtstromkreise grundsätzlich getrennt von den Steckdosenstromkreisen installieren. Wenn dann der FI-Schutz den Strom abschaltet, bleibt das Licht aufgrund des getrennten Stromkreises weiter an. Bestehende Anlagen, die keinen FI-Schutz besitzen, lassen sich sicherheitstechnisch einfach aufrüsten, indem die Steckdosen durch solche mit eingebautem FI-Schalter ersetzt werden.

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