Küchengeräte – welche Elektrogeräte man in der Küche wirklich braucht

In einer Küche fällt viel Arbeit an: kochen, backen, pürieren, erhitzen, mixen, mahlen und vieles mehr. Um sich die Arbeit in der Küche so leicht und bequem wie möglich zu machen, gibt es zahlreiche praktische elektrische Helfer. Dabei kann man bei den Küchengeräten grob zwischen Küchengroßgeräten und Küchenkleingeräten unterscheiden. Doch welche Anschaffung ist sinnvoll und worauf sollte man bei den jeweiligen Geräten achten? Nachfolgend werden die wichtigsten Küchengeräte kurz vorgestellt.

Küchengroßgeräte – in der Regel unverzichtbar

Zu den Küchengroßgeräten zählen Herd, Kühlschrank und Geschirrspülmaschine. Herd und Kühlschrank sind dabei unverzichtbar und auch der Geschirrspüler ist aus den meisten Küchen nicht mehr wegzudenken.

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Herd, Backofen, Kochfeld,Dampfbackofen

Einen Herd braucht einfach jede Küche. Dabei ist die Auswahl groß und die Preisspanne gewaltig. Ob Induktion, Glaskeramik, Gas oder Elektro hängt von den Anschlüssen in der Küche, den eigenen Vorlieben und dem Geldbeutel ab. Dabei sollte nicht nur auf einen ausreichenden Funktionsumfang, sondern auch auf eine gute Energieeffizienzklasse geachtet werden, wenn in der Küche häufig gekocht wird.

Soll der Herd in eine vorhandene Einbauküche oder Küchenzeile integriert werden, entscheidet man sich am besten für einen Einbauherd. Dabei muss man genau auf die Maße achten. Zudem gibt es Herde mit integriertem Backofen oder man kann Kochfeld und Backofen einzeln kaufen und  an getrennten Stellen in der Küche einplanen. Der Vorteil ist, dass dabei der Backofen in Sichthöhe platziert werden kann.

Wer auf eine besonders energiesparende und vitaminschonende Essenszubereitung wert legt, kann sich auch für einen modernen Dampfbackofen entscheiden, der die Vorteile eines Backofens mit den Vorteilen eines Dampfgarers vereint.

Kühlschrank, Kühl-Gefrier-Kombination, Gefrierschrank

Zu den Elektrogeräten für die Küche zählt auch ein Kühlschrank, in dem leicht verderbliche Lebensmittel gekühlt gelagert werden können. Soll auch noch Gefriergut gelagert oder Essen eingefroren werden, bietet sich als Küchengerät auch eine Kühl-Gefrier-Kombination an oder ein Gefrierschrank zusätzlich zum Kühlschrank. Noch wichtiger als beim Herd ist bei all diesen Geräten zum Kühlen und Gefrieren eine sehr gute Energieeffizienzklasse, denn sie laufen rund um die Uhr und verbrauchen entsprechend viel Strom. So wird im Bereich Kühlen/Gefrieren Klasse A++ oder A+++ empfohlen.

Kühlschränke und Kombigeräte gibt es auch als Einbaugeräte, wobei man auch in diesem Fall genau auf die Maße achten muss. Insgesamt sollte darauf geachtet werden, dass der Kühlschrank weder zu groß noch zu klein gewählt wird. Dabei gilt als Faustformel: Ein 1- bis 2-Personen-Haushalt braucht 100 bis 140 Liter, für jede weitere Person kommen ca. 50 Liter hinzu. Für den Gefrierteil gilt: Bei geringer Vorratshaltung reicht ein Gefrierteil von50 bis 80 Litern, bei vermehrter Vorratshaltung (etwa wenn man auf dem Land wohnt oder schlechte Einkaufsmöglichkeiten vor Ort hat) sollten es 100 bis 130 Litersein.

Geschirrspüler

Ein Geschirrspüler in der Küche ist zwar kein Muss, erleichtert das Leben aber sehr, weshalb sich immer mehr Menschen für einen Geschirrspüler entscheiden. Dabei sind die Geräte inzwischen so sparsam im Verbrauch, dass es oft günstiger ist, einen Geschirrspüler zu nutzen als per Hand zu spülen. Geschirrspülmaschinen gibt es als Unterbaugeschirrspüler, freistehende, teilintegrierte und vollintegrierte Geschirrspülmaschinen – je nachdem, wo und wie Sie den Geschirrspüler in Ihre Küchenzeile oder Einbauküche integrieren wollen. Ein Unterbaugeschirrspüler wird einfach unter die Küchenarbeitsplatte geschoben, seine Gerätefront bleibt sichtbar. Bei teilintegrierten Geräten wird die Tür passend zur Küchenfront verkleidet, es bleibt nur die Bedienblende sichtbar. Bei vollintegrierten Geschirrspülern verschmilzt das Gerät vollständig mit der Küche. Freistehende Geschirrspüler, auch Sologerät oder Standgerät genannt, haben eine eigene Arbeitsplatte als Oberseite.

Die meisten Modelle gibt es mit 45 cm oder 60 cm Breite, wobei die schmaleren Geräte entsprechend weniger Geschirr auf einmal reinigen können. Für ganz kleine Küchen gibt es auch freistehende Tischgeräte, die auf der Küchenarbeitsplatte platziert werden können, allerdings nur ein sehr kleines Fassungsvermögen haben.

Küchenkleingeräte – ganz nach individuellem Geschmack

Küchenkleingeräte gibt es für unzählige Einsatzgebiete – von der Dunstabzugshaube über die Mikrowelle und die Kaffeemaschine bis zum Eierkocher. Manche Geräte sind sehr praktisch, bei anderen sollte man sich genau überlegen, ob sie wirklich notwendig sind oder später nur Platz im Küchenschrank oder auf der Arbeitsfläche wegnehmen. Eine Auswahl der beliebtesten elektrischen Küchengeräte im Kleinformat stellen wir nachfolgend vor.

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Foto: Fotolia / LoloStock
  • Mikrowelle

    Neben den Elektrogroßgeräten für die Küche nimmt auch das Mikrowellengerät einen wichtigen Platz in der Küche ein. Hier können Reste von gestern schnell aufgewärmt und verzehrt werden, ohne den großen Herd anmachen zu müssen. Moderne Mikrowellen gibt es auch schon mit Heißluft- oder Grillfunktion, sodass man sich einen zusätzlichen Grill sparen kann. Ein Kombigerät ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie mit der Mikrowelle auch kochen wollen. Wichtig ist, auf die Größe des Garraums und die maximale Wattzahl zu achten, damit die Mikrowelle möglichst vielseitig einsetzbar ist. Mikrowellen gibt es als Standgeräte oder als Einbau- und Unterbaumikrowellen, die in die Einbauküche oder Küchenzeile integriert werden können.

  • Kaffeemaschine, Kaffeemühle, Milchaufschäumer

    Eine Kaffeemaschine sollte in keiner Küche fehlen – ob für den eigenen Morgenkaffee oder den Kaffee für Gäste. Dabei gibt es inzwischen nicht nur Filterkaffeemaschinen für zu Hause, sondern auch diverse andere Modelle, die mit Kaffeekapseln oder Kaffeepads gefüllt werden. Dabei geht die Zeitersparnis manchmal auf Kosten des Kaffeepreises, Geschmacks und der Umwelt, weshalb jeder sich genau überlegen sollte, wie wichtig die schnelle Handhabung ist. Besonders viel Komfort und besten Geschmack versprechen Kaffeemaschinen in Bistroqualität, die oft sogar über eine integrierte Kaffeemühle für duftend frisch gemahlenen Kaffeebohnen und einen Milchaufschäumer verfügen, um Cappuccino oder Latte Macchiato herzustellen. Wenn man sich gegen ein multifunktionelles Großgerät entscheidet, kann man Kaffeemühle oder Milchaufschäumer aber auch einzeln als Küchengerät kaufen.

  • Toaster, Wasserkocher

    Neben der Kaffeemaschine gehören auch Toaster und Wasserkocher zur Standardausstattung in den meisten Küchen. Mit dem Toaster können Brötchen, Toastscheiben oder anderes Brot knusprig geröstet werden – für einen genussvollen Start in den Tag. Dabei eignen sich sogenannte Langschlitztoaster auch für größere Sandwich- und andere Brotscheiben, wie etwa Graubrot oder Mehrkornbrot. Verschiedene Einstellmöglichkeiten für den gewünschten Bräunungsgrad, eine Stopptaste, eine Auftau- und Aufwärmfunktion sind tolle Extras, die einen Toaster zum ersten Highlight des Tages werden lassen können.

    Auch ein Wasserkocher ist aus den meisten Küchen nicht wegzudenken. Ob zur Zubereitung von Tee und Tassensuppe oder zum Füllen einer wohligen Wärmflasche – heißes Wasser wird immer gebraucht. Und mit einem Wasserkocher ist Wasser blitzschnell erhitzt. Achten sie auf eine hohe Wattzahl, damit der Kochvorgang möglichst schnell ist, und auf eine gute Isolierung der Kanne, damit man sich an der Außenwand nicht verbrennen kann. Komfortmodelle haben sogar eine Temperaturwahlmöglichkeit. So lassen sich auch Temperaturen unter 100 °C einstellen, z. B. um perfekten Grüntee aufzugießen.

  • Küchenmaschine, Handrührgerät

    Um einen Rührteig zu Mixen oder einen Brotteig zu kneten, braucht man ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine. Dabei haben Küchenmaschinen einen integrierte Rührschüssel und meistens mehr Aufsätze als ein Handrührgerät und dadurch mehr Einsatzmöglichkeiten. Auf der anderen Seite nimmt eine Küchenmaschine mit ihren vielen Zubehörteilen auch viel mehr Platz in der Küche weg und lässt sich oft auch schlechter reinigen. Dafür übernehmen Küchenmaschinen das Vermengen, Rühren, Kneten, Zerkleinern, Mahlen und Vermixen, wohingegen mit dem Handrührgerät nur Teig gerührt werden kann. Allerdings kann man ein Handrührgerät auch mit einem entsprechenden zusätzlichen Aufsatz oder mit einem separaten Pürierstab ergänzen, wenn man keine große Küchenmaschine anschaffen möchte. Ob Küchenmaschine, Handrührgerät, Pürierstab oder Multizerkleinerer – wichtig ist bei diesen Küchengeräten eine hohe Wattzahl, damit das Gerät auch bei schweren Teigen oder großen Mengen nicht gleich schlapp macht.

  • Brotbackautomat

    Wer gerne ofenfrisches Brot genießt und nicht regelmäßig zum Bäcker kommt, sollte sich die Anschaffung eines Brotbackautomaten überlegen. Denn mit solch einem Küchengerät geht das Brotbacken fast wie von selbst – und man weiß anschließend genau, was im Brot drin ist. Man füllt einfach die Zutaten ein und verfährt dann laut Anleitung. Der Brotbackautomat rührt und knetet den Teig, lässt ihn gehen und backt das Brot alleine fertig. Einfach köstlich! Dabei spart solch ein Automat im Gegensatz zum Brotbacken im Backofen auch noch Strom. Die meisten Brotbackautomaten haben Programme für verschiedene Brotsorten und Bräunungsgrade, eine Zeitvorwahl und viele andere praktische Funktionen, die das Brotbacken zum Kinderspiel werden lassen. Besonders empfehlenswert sind Geräte mit freien Einstellungsmöglichkeiten, damit Sie auch eigene Rezepte ausprobieren können. Achtung: Brotbackautomaten gibt es mit unterschiedlichen Fassungsvermögen. Für eine Familie sollte ein größeres Modell gewählt werden als für einen Paar- oder Single-Haushalt.

  • Dampfgarer, Fritteuse

    Dampfgarer gibt es einmal als Dampfbackofen, der zu den Großgeräten gezählt werden kann, aber auch als Tischgerät. Das Garen mit Dampf ist besonders gesund, denn Aromen und Vitamine werden geschont und die Mahlzeit kann fettfrei zubereitet werden. Dampfgarer gibt es mit stapelbaren oder nebeneinander angeordneten Gartöpfen, sodass mehrere Speisen gleichzeitig zubereitet werden können – etwa Fisch, Reis und Gemüse. Stapelbare Garbehälter nehmen zwar weniger Platz auf der Arbeitsplatte weg, dafür kann Kondenswasser von oben nach unten laufen und die Aromen der verschiedenen Garetagen vermischen. Neben normalen gelochten Garbehältern gibt es auch Dampfgarer-Modelle, die auch über geschlossene Töpfe zum Aufwärmen von Suppen und Soßen oder Garplatten mit Saftrinne verfügen.

    Deutlich fettiger, dafür aber schön knusprig kommen die Speisen aus einer Fritteuse. Ob Pommes frites, Schnitzel, Kroketten oder Fisch im Teigmantel – in einer Fritteuse wird alles in heißem Fett goldbraun ausgebacken. Dabei sollte das Fassungsvermögen der Fritteuse passend zur Menge der Haushaltsmitglieder gewählt werden, denn sonst dauert die Zubereitung einfach zu lange. Seit einigen Jahren sind auch sogenannte Heißluftfritteusen auf dem Markt, die ohne Fett und Öl auskommen und dadurch alle Speisen viel kalorienärmer zubereiten als eine herkömmliche Fritteuse.

  • Entsafter, Standmixer, Smoothie-Maker

    Smoothies und frische Säfte sind heute in aller Munde, denn sie schmecken lecker und enthalten viele Vitalstoffe. Umso schöner ist es, wenn man sich die gesunden Drinks einfach selbst herstellen kann. Mit einem elektrischen Entsafter stellen sie aus frischen Früchten aus Ihrem Garten oder vom Wochenmarkt blitzschnell frische Säfte her, wobei licht- und sauerstoffempfindliche Vitalstoffe bei sofortigem Verzehr in der Regel noch größtenteils enthalten sind. Moderne elektrische Saftpressen entsaften Obst, Gemüse, Blätter und Gräser durch hohen Druck, weshalb diese Modelle leiser als herkömmliche Zentrifugenentsafter sind. Mit einem Standmixer mit Glas- oder Kunststoffkrug oder einem speziellen Smoothie-Maker können hingegen Smoothies oder auch Milchshakes hergestellt werden, um den Speiseplan durch gesunde Drinks zu ergänzen.

  • Eiswürfelmaschine, Eismaschine, Eierkocher & Co.

    Neben den genannten Küchengeräten gibt es noch eine Vielzahl anderer Geräte für ganz spezielle Aufgaben. So können mit einer Eiswürfelmaschine innerhalb von 10–20 Minuten Eiswürfel zubereitet, mit einer Eismaschine selbst Speiseeeis ganz nach Geschmack hergestellt oder mit einem Eierkocher Eier auf die Minute gekocht werden. Diese Geräte werden erfahrungsgemäß nicht allzu häufig verwendet und sollten nur gekauft werden, wenn man ausreichend Platz in der Küche hat. Wer gerne sein Ei minutengenau gekocht mag, sein Eis aus seinen frischen Gartenfrüchten herstellen möchte oder oft Gäste zum Cocktail einlädt, für den sind die praktischen Helfer aber immer einen Blick wert. Neben den genannten Geräten gibt es auch noch Waffeleisen, Fondue-Geräte, Tischgrills, Fleischwölfe, Zerkleinerer, Allesschneider, Folienschweißgeräte und viele weitere elektrische Küchengeräte für jeden Geschmack.

Fazit

Es gibt unzählige Küchengeräte, die uns die Arbeit in der Küche deutlich erleichtern. Allgemein gibt es Küchengroßgeräte und Küchenkleingeräte.

Küchengroßgeräte sind meistens unverzichtbar und bis auf den Geschirrspüler oder Dampfbackofen in nahezu jeder Küche zu finden. Zu den Küchengroßgeräten zählen:

  • Herd, Backofen, Kochfeld, Dampfbackofen
  • Kühlschrank, Kühl-Gefrier-Kombination, Gefrierschrank
  • Geschirrspüler

Küchenkleingeräte können ganz nach Wunsch und Platzverfügbarkeit gekauft werden. Zu den elektrischen Küchenkleingeräten zählen beispielsweise:

  • Mikrowelle
  • Kaffeemaschine, Kaffeemühle, Milchaufschäumer
  • Toaster, Wasserkocher
  • Küchenmaschine, Handrührgerät
  • Brotbackautmat
  • Dampfgarer, Fritteuse
  • Entsafter, Standmixer, Smoothie-Maker
  • Eiswürfelmaschine, Eismaschine, Eierkocher & Co

Beim Kauf von Küchengeräten gilt: Generell sollte immer auf die richtige Dimensionierung des Geräts für den entsprechenden Haushalt, eine leichte Bedienbarkeit, eine einfache Reinigung und einen möglichst niedrigen Energieverbrauch geachtet werden.

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