08.August.2020

Küchenarbeitsplatten– die besten Tipps zur Auswahl der richtigen Arbeitsplatte

Wenn man sich auf die Suche nach einer schönen Küche macht, guckt man oft zunächst auf die Küchenschränke. Dabei ist es die Küchenarbeitsplatte, die das Herzstück einer Küche ausmacht. Denn hier wird Brotteig geknetet, Gemüse kleingeschnitten, das Fleisch geklopft, Einkäufe kurzfristig abgestellt. Auch Kaffeemaschine, Toaster oder Wasserkocher finden auf der Küchenarbeitsplatte ihren festen Platz, damit sie jederzeit griffbereit und einsatzbereit sind. Entsprechend sollte der Auswahl der Küchenarbeitsplatte ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt werden wie der Auswahl der restlichen Küche. Dabei sollte die Arbeitsplatte in erster Linie robust, pflegeleicht und ausreichend groß, um das Arbeiten in der Küche besonders angenehm zu gestalten. Worauf man beim Kauf von Küchenarbeitsplatten achten soll, erfahren Sie hier.

Materialien für Küchenarbeitsplatten

In der Küche spielt sich ein großer Teil unseres aktiven Lebens ab. Und egal ob Sie Ihr Mittagessen zubereiten, Zutaten fürs Backen bereitstellen oder das Geschirr aus der Spülmaschine ausräumen wollen – die Arbeitsplatte spielt bei vielen Aktivitäten eine große Rolle. Deshalb sollte die Arbeitsfläche aus einem Material bestehen, das nicht nur schön, sondern auch abriebfest, hygienisch, hitze- und feuchtigkeitsresistent ist. So gibt es Küchenarbeitsplatten aus unterschiedlichen Materialien:

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Foto: Fotolia / interiorphoto

Küchenarbeitsplatten aus Holz oder Holzwerkstoff

Arbeitsplatten aus Holz sehen wertig aus und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Allerdings ist unbehandeltes Holz nicht besonders robust, sodass Messer, Flüssigkeiten oder heiße Töpfe die Holzarbeitsplatte schnell beschädigen können. Als Küchenarbeitsplatte sollte Holz deshalb unbedingt geölt und imprägniert sein, damit die Arbeitsfläche den Widrigkeiten des Küchenalltags auch standhält. Der Vorteil von Massivholz: Es lässt sich gegebenenfalls abschleifen und neu behandeln, solle die Küchenarbeitsplatte doch mal einen Kratzer oder Fleck abbekommen. Arbeitsplatten aus Holzwerkstoffen bzw. Spanplatten haben hingegen eine versiegelte Kunststoffoberfläche, zum Beispiel aus Melamin, und sind entsprechend robuster als Massivholzplatten. Zudem gibt es sie in ganz unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und Dekoren für jeden Geschmack – von der Arbeitsplatte in bunten Farben über warme Holzoptik bis zum kühlen Granitplattendesign. Durch ihre Pflegeleichtigkeit, Strapazierfähigkeit, Vielseitigkeit und günstigen Preis sind Küchenarbeitsplatten aus beschichteten Holzwerkstoffen besonders beliebt.

Küchenarbeitsplatten aus Naturstein oder Beton

Arbeitsplatten für die Küche gibt es auch aus Naturstein, wie z. B. Granit, Schiefer oder Marmor. Dabei ist Naturstein in der Regel schnittfest und hitzeunempfindlich, aber nicht in jedem Fall wasserdicht, sodass Marmor und Schiefer regelmäßig nachimprägniert werden müssen, um eine unschöne Fleckenbildung zu vermeiden. Eher selten kommt Leichtbeton als Arbeitsplattenmaterial zum Einsatz. Sowohl bei Beton als auch bei Stein gilt, dass die Arbeitsplatten besonders schwer sind und der Unterbau entsprechend stabil sein muss.

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Küchenarbeitsplatten aus Kunststoff, Mineralwerkstoff, Glas und Edelstahl

Eher seltener und dann eher in stark beanspruchten Küchen kommt sogenannter Kunststein aus Quarzkomposit oder Mineralwerkstoff aus Acryl, Mineralien und Farbpigmenten zum Einsatz. Diese Materialien brauchen nicht versigelt werden und gelten als besonders widerstandsfähig. Glaskeramik, Glas und Edelstahl werden für Küchenarbeitsplatten eher selten verwendet. Diese Materialien sind besonders glatt und damit hygienisch, erfordern jedoch einen hohen Pflegeaufwand, wenn sie sauber und ordentlich bleiben sollen. Wer auf moderne Optik wert legt und den Putzaufwand nicht scheut oder die Küche selten zum Kochen benutzt, kann sich aber auch für diese schicken Materialien entscheiden.

Welche Arbeitsplatte für welche Küche?

Zu einer modernen Küche mit Edelstahlfronten wird man keine rustikale Holzarbeitsplatte wählen, denn in einer Küche sollte alles möglichst harmonisch aufeinander abgestimmt sein. So passen bestimmte Materialien gut zu bestimmten Einrichtungsstilen. Nachfolgend werden einige Beispiele für passende Küchenarbeitsplatten gegeben.

  • Landhausküche – Massivholz, Holzoptik, Naturstein

    Haben Sie eine Küche im traditionellen Landhausstil, bietet sich eine Küchenarbeitsplatte aus Holz oder mit Holzdekor an. Dabei sollten Sie darauf achten, dass der Holzton auch zum Farbton der Landhausküche passt. Alternativ passen zum Landhausstil auch gut Arbeitsplatten aus Naturstein oder Holzwerkstoffplatten in dunkler Granitoptik.

  • Moderne Küche – Beton, Kunststein, Acryl, Glas, Edelstahl, Naturstein

    Ist Ihre Küche in modernem Stil gehalten, wählen Sie am besten eine Arbeitsplatte aus aktuellen Werkstoffen, wie Beton, Kunststein, Acryl, Glas oder Edelstahl. Denn sie passen gut zum modernen Einrichtungsstil und zu hochglänzenden Küchenfronten aus Lack oder Edelstahl. Aber auch Marmor und Granit passen zu modernen Designerküchen.

  • Klassische Küche – Massivholz, Naturstein, Farbakzente

    Klassische Küchen geben sich zeitlos. Deshalb sollte auch die Arbeitsplatte möglichst schlicht gewählt werden, wie etwa aus hellem Buchenholz oder feinem Marmor. Bei beschichtetem Holzwerkstoff sind der Farbwahl keine Grenzen gesetzt, sodass immer der passende Farbton zur Küche gewählt werden kann.

Worauf man beim Arbeitsplattenkauf achten sollte

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Foto: Fotoli / StudioDin

Küchenarbeitsplatten bilden den oberen Abschluss der Unterschränke in einer Küche, weshalb sie bei Einbauküchen oder Küchenblöcken in der Regel gleich passgenau mitgekauft werden. Bauen Sie eine Einbauküche in Eigenregie oder wollen Sie Ihre alte Arbeitsfläche durch eine neue Küchenarbeitsplatte ersetzen, sollten Sie beim Kauf auf folgende Aspekte achten.

Einbaumaße: Die meisten Küchen und entsprechend auch die meisten Küchenarbeitsplatten haben eine Tiefe von 60 cm, wobei auch diverse Sondermaße erhältlich sind. Dabei richtet sich die Plattenbreite nach dem vorhandenen Platz bzw. den vorhandenen Unterschränken, sollte am besten aber so groß wie möglich gekauft werden, um genug Stellfläche zu haben.

Stärke/Dicke: Die übliche Dicke von Arbeitsplatten liegt zwischen 30 bis 40 mm. Wollen Sie die alte Arbeitsplatte ersetzen, sollten sie eine ähnliche Stärke wählen, da der Abstand zwischen Arbeitsfläche und Hängeschränken bei 50 cm liegen sollte. Die Arbeitshöhe sollte so bemessen sein, dass zwischen Ihren angewinkelten Ellenbogen und der Küchenarbeitsplatte rund 10–15 cm liegen. Durch die Wahl einer dünneren oder dickeren Arbeitsplatte kann man also die Arbeitshöhe um ein paar Zentimeter variieren.

Umleimer und Abschlussleisten: Damit die ganze Arbeitsfläche wie aus einem Guss aussieht, sollten Sie die Sägekanten unter passenden Umleimern verstecken. Die farblich passenden Umleimer werden einfach mit dem Bügeleisen an den Schnittkanten aufgebracht. Dort, wo die Küchenarbeitsplatte an die Wand stößt, sorgen Abschlussleisten für ein vollendetes Erscheinungsbild.

FazitKüchenarbeitsplatten sind im wahrsten Sinne des Wortes die Basis der Küchenarbeit und sollten entsprechend mit Bedacht ausgewählt werden. Dabei sollte das Material nicht nur den ästhetischen Ansprüchen genügen, sondern auch kratzfest, flüssigkeitsunempfindlich und pflegeleicht sein. Natürlich muss die Küchenarbeitsplatte aber auch zum Einrichtungsstil passen. Für eine romantische Landhausküche bieten sich Arbeitsplatten aus Naturstein oder Holz an, für eine moderne, glänzende Küche sind aktuelle Materialien wie Granit, Marmor, sKunststein, Acryl, Glas oder Edelstahl zu empfehlen und zu einer klassischen Küche passen helle Arbeitsflächen aus Holz oder in bunten Farben passend zu den Küchenfronten oder als Kontrast dazu. Beim Kauf einer Küchenarbeitsplatte sollte man nicht nur auf das Dekor, sondern auch auf die richtigen Maße, die richtige Stärke sowie passende Umleimer und Abschlussleisten achten.

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