Heizungsbauer – wie man die richtige Heizungsfirma findet

Sie wollen eine Heizung neu installieren, austauschen oder warten lassen? Sie haben vor Ort noch keinen geeigneten Heizungsbauer gefunden oder sind mit der Arbeit Ihrer bisherigen Heizungsbaufirma nicht zufrieden? Heizungsbauer gibt es in Deutschland wie Sand am Meer. Gut zu wissen: Wer früher noch Heizungsbauer genannt wurde, heißt heute offiziell Anlagenmechaniker für Sanität-, Heizungs- und Klimatechnik, wobei die Ausbildung in der Regel auch Kenntnisse in Solarthermie und Elektrotechnik vermittelt. Zusätzlich kann man sich in diesem Beruf noch in Richtung Heizungsbau spezialisieren und sich mit verschiedenen Fortbildungen weiterqualifizieren. Ob Meister oder Kundendiensttechniker – wie findet man einen passenden Heizungsinstallateur, der sich perfekt um das eigene Anliegen kümmert und in allen Belangen rundum überzeugt?

Welche Aufgaben übernimmt ein Heizungsinstallateur

Ein Anlagenmechaniker für Sanität-, Heizungs- und Klimatechnik mit Spezialisierung auf Heizungsbau übernimmt verschiedene Aufgaben:

  • Wartung und Instandsetzung
  • Neuinstallation neuer Heizungsanlagen
  • Austausch alter Heizungsanlagen
  • Dämmung von Heizungsrohren
  • hydraulischer Abgleich bei der Gebäudesanierung
  • Abstimmung komplexer Systeme, wie Solarthermie zur Unterstützung der vorhandenen Heizung

Qualitätskriterien für Heizungsbauer

Um den richtigen Heizungsbauer für Ihr Anliegen zu finden, können Sie folgende Qualitätskriterien heranziehen. Anhand der verschiedenen Punkte können Sie sich am einfachsten für den besten Fachbetrieb entscheiden.

  • Qualifikation der Mitarbeiter

    Wer heutzutage eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanität-, Heizungs- und Klimatechnik in Deutschland absolviert, lernt den Beruf des Heizungsbauers in der Regel innerhalb von 3 Jahren und ist dann Geselle. Anschließend kann sich der Heizungsbauer weiterbilden und den Meister oder Techniker machen. Je höher die Qualifikation, desto mehr Fachkenntnisse wird der Heizungsbauer vermutlich haben. Sowohl der Eintrag in der Handwerksrolle bei der Handwerkskammer als auch die Mitgliedschaft in der Länderinnung für Sanitär, Heizung und Klimatechnik sprechen für eine gute Qualifikation des Heizungsbauers. Auch wenn die Mitarbeiter des Heizungsbauers zertifizierte Weiterbildungen haben oder wenn der Betrieb selbst Anlagenmechaniker für Sanität-, Heizungs- und Klimatechnik ausbildet, kann das als Qualitätsmerkmal interpretiert werden.

  • Spezialisierung des Heizungsbaubetriebs

    Wollen Sie eine spezielle Heizungsart, wie eine Pelletheizung, installieren lassen, lohnt es sich, den Heizungsbauer nach seiner Spezialisierung zu fragen. Während Gasthermen oder Öl-Brennwertheizungen zum Standard gehören, braucht man als Heizungsinstallateur zum Beispiel bei der Installation von Blockheizkraftwerken spezielle Fachkenntnisse.

  • Referenzen von anderen Kunden

    Ist ein Betrieb schon länger am Markt, sollte er in der Regel Referenzen nennen können. AuchBewertungsportale im Internet können einen Anhaltspunkt geben, wie der Heizungsbauer eingeschätzt wird. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass solche Bewertungen manchmal gefälscht sind. Gibt man in die Suchmaschine „Erfahrung + Name des Heizungsbauers“ ein, findet man unter Umständen ebenfalls Einträge, mit denen Sie sich eine Meinung zu dem Heizungsbauer bilden können.

  • Erreichbarkeit bei Notfällen

    Fällt die Heizung am Wochenende oder an Weihnachten aus, sollte der Heizungsbauer unbedingt einen Notdienst anbieten. Zudem ist es sinnvoll, sich einen Heizungsbauer aus der näheren Umgebung zu suchen. Erstens ist er dann schneller vor Ort und zweitens muss meistens ja auch die Anfahrt bezahlt werden. Ist die Entfernung weiter weg, fragen Sie unbedingt nach der üblichen Anfahrtspauschale.

  • Persönlicher Eindruck

    Auch wenn der persönliche Eindruck sich nicht mit Fakten untermauern lässt, ist er doch sehr wichtig. Denn der Heizungsbauer arbeitet bei Ihnen im privaten Bereich, sodass auch die Chemie stimmen muss. Sind Ihnen die Mitarbeiter sympathisch? Arbeiten sie ordentlich und machen sie alles hinterher sauber? Sind die Mitarbeiter im Büro gut zu erreichen und stets freundlich? Hat der Heizungsbauer wichtige Ersatzteile auf Lager oder kann sie schnell besorgen? All das sind Argumente, die neben den harten Qualitätskriterien für oder gegen einen Heizungsbauer sprechen können.

  • Fachkundige Aufklärung

    Ein seriöser Heizungsinstallateurnimmt sich Zeit, berät seine Kunden umfassend und klärt Sie auf Nachfrage über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Heizungsarten auf. Dabei sollte er zunächst Informationen vom Kunden erfragen und nicht einfach eine bestimmte Heizungsart empfehlen. Bevor es zur Auftragserteilung kommt,sollte er die Kosten übersichtlich und nachvollziehbar auflisten. Denn je nach Wohnhaus, Dämmung, Lebensumständen und Kundenwunsch ist manchmal vielleicht eine andere Heizung sinnvoller.

  • Übersichtliche Unterlagen

    Es kann schon nervig sein, wenn ein Heizungstechniker praktisch zwar gute Arbeit leistet, beim Papierkram aber eher unzuverlässig ist. Ein guter Heizungsbauer wird Ihnen zeitnah ein schriftliches Angebot bzw. einen schriftlichen Kostenvoranschlag zukommen lassen und Anpassungen, Änderungen und Erklärungen entsprechend Ihrer Wünsche vornehmen. Dabei sollte er Sie nicht mit zeitlich limitierten Angeboten oder Rabatten zu einem schnellen Auftrag drängen. Auf Wunsch wird er sie über Garantien und Gewährleistungen aufklären und Sie mit Informationen und Unterlagen zur Beantragung von Fördermitteln versorgen.

  • Angemessene Preise

    Natürlich spielen auch die Preise eine Rolle. Denn was nutzt der beste Heizungsbauer, wenn man die Rechnung später kaum bezahlen kann. Trotzdem sollte man sich nicht nur von einem günstigen Preis locken lassen. Übliche Stundensätze liegen zwischen 40–80 €. Fragen Sie auch danach, was die Anfahrt kostet und wie teuer ein Wartungsvertrag ist.

    Nachfolgend sind übliche Preisspannen für verschiedene Arbeiten eines Fachbetriebs für Heizungsbau aufgelistet. Die Preise sind von verschiedenen Faktoren abhängig, sodass sie nicht eins zu eins auf jeden anderenFall übertragen werden können:

    • Wartung: 100–200 €
    • Einbau einer neuen Heizung: 500–2.500 €
    • Hydraulischer Abgleich: 300–900 €
    • Notdienst an Sonn- und Feiertagen: 170–200 €

FAZIT

Ein Heizungsbauer übernimmt alle Arbeiten rund um die Heizung – vom Austausch der alten Heizung über eine Neuinstallation bis zur Abstimmung komplexer Hybridsysteme. Einen guten Fachbetrieb für Heizungsinstallation zu finden, ist bei der Menge an Anbietern auf dem Markt sehr schwer. Wenn man keine Empfehlung aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis bekommen kann, kann man sich bei der Auswahl eines geeigneten Heizungstechnikers an folgende Qualitätskriterien halten:

  • Eine gute Qualifikation der Mitarbeiter für eine zufriedenstellendes Arbeitsergebnis
  • Spezialisierung des Heizungsbaubetriebs auf die gewünschte Heizungsart
  • Referenzen von anderen Kunden, die die Kompetenz der Heizungsbaufirma belegen
  • Erreichbarkeit bei Notfällen, falls an Sonn- und Feiertagen die Heizung ausfällt
  • Persönlicher Eindruck bezogen auf das Auftreten und die Arbeit der Mitarbeiter
  • Fachkundige Aufklärung über Heizungsarten etc., für die sich viel Zeit gelassen wird
  • Übersichtliche Unterlagen, die vollständig und zeitnah übergeben werden
  • Angemessene Preise, die sich an den ortsüblichen Stundenpreisen orientieren

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