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Strom und Gas: Vorsicht vor schnellem Anbieterwechsel

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes hat vor dem unüberlegten, schnellen Wechsel des Gas- oder Stromversorgers gewarnt. „Schon in der Anfangszeit des liberalisierten Strommarktes gab es mehrere Insolvenzen von kleinen Billiganbietern“, teilten die Verbraucherschützer in Saarbrücken mit. „Im Jahr 2011 ist ein großer Billiganbieter in die Knie gegangen. Einmal mehr ist deutlich geworden, dass ein Vertragswechsel wohl überlegt sein soll.“

Der Strommarkt ist seit gut zehn Jahren offen, bei Gas haben die Kunden seit etwa fünf Jahren die berühmte Qual der Wahl. Doch bei aller Freude über mögliche Einsparpotenziale rät die Verbraucherzentrale die Saarländer zur Wachsamkeit. So sollten nie Verträge abgeschlossen werden, bei denen die Kosten für Strom oder Gas für ein Jahr im Voraus bezahlt werden. Geht ein Energiedienstleister pleite, ist auch dieses Geld weg. Nur, wenn man großes Vertrauen in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Anbieters hat, sollte man entsprechende Angebote annehmen. Etliche im Saarland beheimatete Versorgungsunternehmen böten Onlineverträge mit Vorauskasse an, die den Preisvergleich mit Billiganbietern nicht zu scheuen bräuchten, so die Verbraucherzentrale. Das Online-Bauherrenratgeberportal saarbruecker-bauen.de hält diese Aussage jedoch für fraglich – erst vor einigen Wochen hatte eine vielversprechende Energie-Genossenschaft in Baden-Württemberg Insolvenz anmelden müssen.

Bei der Vertragslaufzeit sollten die saarländischen Hausbesitzer darauf achten, Anbieter zu wählen, die ihnen ein monatliches Kündigungsrecht einräumen. „So erhält man optimale Entscheidungsfreiheit“, so die Verbraucherzentrale des Saarlandes.

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