Wer heutzutage ein Haus baut, macht dies mit Weitblick!

Ein Massivhaus oder ein Fertighaus ist eine Investition in die Zukunft: Die eigenen vier Wände garantieren Sicherheit, ein Leben lang. Doch wie ist es um die Kosten für den Unterhalt von Massivhaus oder Fertighaus bestellt? Fakt ist: Öl wird immer teurer, die Strompreise ziehen an. Wer ein neues Haus baut, ist deshalb gut beraten, dies mit Weitblick zu tun. Sowohl im Massivhaus- als auch im Fertighausbereich hält seit Jahren das so genannte Energiesparhaus Einzug. Der Bauratgeber Deutschland stellt die wichtigsten Typen vor und verrät Ihnen, wie der Gewinn für Sie und die Umwelt aussieht!

KfW-Energieeffizienzhäuser : Unter Energieeffizienzhäusern versteht man Wohngebäude, die mit besonders wenig Energie viel Wärme und Strom erzeugen. Der Bau dieser Häuser wird von der staatlichen KfW-Förderbank mit zinsgünstigen Krediten unterstützt. Dabei wird in die Standards 40,55, 70 und 85 unterschieden. Die Energieeffizienz entsteht unter anderem durch eine ausgefeilte Dämmung und den Einsatz erneuerbarer Energien . Der Standard richtet sich nach dem Energieverbrauch: So kommt ein KfW-Energieeffizienz 40-Haus mit 60 Prozent weniger Energie aus, als es der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) vorsieht.

Niedrigenergiehaus : Ein Niedrigenergiehaus ist durch einen sehr geringen Energieverbrauch gekennzeichnet. Dabei wird großer Wert auf die Wärmedämmung des Gebäudes gelegt. Besondere Schutzmaßnahmen garantieren, dass Zugluft nicht ins Rauminnere gelangen kann oder Wärme aus dem Raum entweicht.

Passivhaus : Ein Passivhaus kommt nicht nur mit einer guten Wärmedämmung daher. Spezielle Technik nutzt auch die Wärme von Bewohnern und technischen Geräten über so genannte Umwälzpumpen. Das Sonnenlicht wird ebenfalls effektiv genutzt – große Fensterflächen garantieren eine möglichst gute Nutzung.

Nullenergiehaus : Ein weiteres Energiesparhaus ist das Nullenergiehaus – der Verbrauch der Energie deckt sich mit der erzeugten Energie, weshalb Fachleute auch vom Nullenergiehaus sprechen. Wie beim Passivhaus oder dem Niedrigenergiehaus ist das Nullenergiehaus so gebaut, dass die Innenräume luftdicht sind. Wertvolle Wärme bleibt dadurch erhalten.

Energie-Plus-Haus: Das Energie-Plus-Haus findet sich vor allem beim Fertighaus. Dabei handelt es sich um Häuser, die deutlich mehr Energie erzeugen, als sie selbst verbrauchen. Ziel eines Energie-Plus-Hauses ist die größtmögliche Unabhängigkeit von Energieversorgern. Das Gebäude wird mit der Kraft der Sonne versorgt. Die gewonnene Energie wird in Strom und Wärme umgewandelt. Eine raffinierte Dämmung des Gebäudes. Der Fertighaushersteller WeberHaus hat 2010 hat mit dem Generation 5.0-Konzept Maßstäbe gesetzt – Gebäude dieser Reihe erzeugen 55 Prozent mehr Strom als verbraucht wird. Mit der zusätzlichen Energie lässt sich beispielsweise ein Elektromobil „betanken“.

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