bsb_waermebild_270px_72dpi.jpgEnergiesparen ist seit langem auch für Bauherren ein wichtiges Thema. Doch mit dem Fachjargon tun sich viele Häuslebauer schwer. Wir haben deshalb als Orientierungshilfe für private Bauherren und Hausbesitzer dieses kleine Energiespar-Glossar zusammengestellt.

JahresheizwärmebedarfDieser Begriff bezeichnet die Wärmemenge, die während der Heizperiode aufgebracht werden muss, um eine angenehme Innentemperatur zu halten. Gemessen wird der Jahresheizwärmebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a).Berücksichtigt werden bei der Ermittlung nicht nur die Verluste durch Außenwände und Lüften, sondern auch Gewinne durch Sonneneinstrahlung und Wärmestrahlung des Menschen.
PrimärenergiebedarfNeben dem Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom werden auch die Verluste berücksichtigt, die von der Gewinnung des Energieträgers über die Aufbereitung bis zum Transport zum Gebäude anfallen. Zur Ermittlung wird der Energiebedarf eines Gebäudes mit dem Primärenergiefaktor multipliziert. Bei Holz beträgt dieser Faktor 0,2, Heizöl und Gas 1,1, bei Strom 3. Das bedeutet: Ein mit Holz beheiztes Haus hat einen viel niedrigeren Primärenergiebedarf als eines, das mit Öl oder gar mit Strom beheizt wird.
PassivhausHier wird ein gutes Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht. Mit max. 15 kWh/m²a liegt der Jahresheizwärmebedarf um 80 Prozent unter dem eines Niedrigenergiehauses. Dies darf aber nicht auf Kosten eines hohen Stromverbrauches gehen. Daher darf der gesamte Primärenergiebedarf, der auch die Warmwasserbereitung und den Haushaltsstrom beinhaltet, pro m² Wohnfläche im Jahr höchstens 120 kWh betragen.
LuftdichtigkeitDie von der Energieeinsparungsverordnung geforderte Luftdichtigkeit eines Hauses lässt sich mit dem Blower-Door-Test nachweisen. Dabei wird mit einem Ventilator ein Unterdruck im Haus erzeugt, und der Luftstrom wird mit speziellen Messinstrumenten überprüft. Die Luftwechselzahl bei Häusern ohne Lüftungsanlagen darf den Kennwert 3, bei Häusern mit Lüftungsanlagen den Wert 1,5 nicht überschreiten. Das heißt: Bei einem leichten Wind, wie ihn der Test simuliert, darf die Gesamtluftmenge in einer Stunde nicht häufiger als drei bzw. 1,5 Mal ausgetauscht werden.
U-WertEr steht für die Wärmenergie, die in einer Stunde durch eine Bauteilfläche von 100m² transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von zehn Grad besteht. Der U-Wert wird angegeben in Watt durch Quadratmeter, multipliziert mit Kelvin (W/m²K). Ein guter U-Wert liegt für das Dach oder die Außenwand bei etwa 0,2 W/m²K, für ein gutes Fenster bei 0,8 bis 1,0 W/m²K. Quintessenz: Je niedriger der Wert, desto besser.

3 KOMMENTARE

  1. Gut das ich hier das so pregnant und verständlich finde! Mir wurden diese Wörter vor kurzem an den Kopf geschläudert und ich habe erstmal nur Bahnhof verstanden. Nun habe ich nach den Bedeutungen gesucht…
    Nett von euch, das ihr es mal so schön aufgelistet habt:)

    lieben Gruß Katja

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