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KAMPA-Chef: Die sorglose Zukunft des Wohnens

Josef Haas Josef Haas ist in Niederbayern auf einem Bauernhof groß geworden. Solange der Chef des Fertighausherstellers KAMPA denken kann, hat er zu Holz eine ganz besondere Beziehung. Er schätzt den nachwachsenden Rohstoff als Ausgangsmaterial für Fertighäuser in Holzständerbauweise und lehnt es ab, dieses wertvolle Gut als Heizmaterial zu missbrauchen. Der Unternehmer vertritt Hauskonzepte, die den Bewohnern ein komfortables, gesundes und anspruchsvolles Wohnen garantieren. Darüber hinaus sieht Josef Haas in den Häusern von KAMPA einen wertvollen Beitrag für die Umwelt und für die nachfolgenden Generationen. Die Idee: Wer ein KAMPA-Haus baut, soll frei und unabhängig sein von fossilen Brennstoffen und steigenden Energiekosten. Jan Schwalme und Marcel Gäding trafen sich mit Josef Haas in der Redaktion des Bauratgebers Deutschland:

Bauratgeber Deutschland: Herr Haas, das Thema Holz begleitet Sie seit Ihrer Kindheit. Wie ist das zu verstehen?

Josef Haas: Meine Familie ist seit Generationen im Besitz eines landwirtschaftlichen Betriebs, in dem nicht nur Tiere gehalten werden. Zum Hof gehört auch ein 50 Hektar großer Wald, der bewirtschaftet wird. Schon als Kind habe ich bei Baumfällungen geholfen und selbst mit angepackt. Das geschlagene Holz wurde dann an umliegende Sägewerke verkauft. Dass Holz ein wertvoller Baustoff ist, beweist mein eigenes Elternhaus. Das Gebäude wurde 1785 in Holzbauweise errichtet und steht heute noch. Das sage ich immer denen, die Zweifel an der Langlebigkeit von Holzhäusern haben. Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich bis heute ein Unternehmen, das Häuser produziert. Bei Haas Fertigbau, das rein zufällig den gleichen Namen wie ich trägt, habe ich dann nach einer kaufmännischen Lehre den Hausbau von der Pike auf gelernt, selbst Häuser montiert oder die Bauleitung übernommen.

Bauratgeber Deutschland: Wer aufmerksam durch Ihre Broschüren blättert, der kommt an den Begriffen „Energieeffizienz“ und „sorglose Zukunft“ nicht vorbei. Das müssen Sie uns bitte mal etwas genauer erklären!

Josef Haas: Aber gern. Nehmen wir mal als Grundlage die Wahlplakate von Parteien, auf denen unter anderem vor Altersarmut gewarnt wird. Es ist eine unschöne Vorstellung zu wissen, dass ich nach einem erfüllten beruflichen Leben in finanzielle Not gelange. Ich will das mal auf die Hausbranche übertragen: Es geht heute um mehr als eigene vier Wände und eine anspruchsvolle Architektur. Wer heute baut, muss an morgen denken – und sich insbesondere die Frage stellen, welche Belastungen monatlich zu tragen sind. Wenn ich heute für Warmwasser und das Beheizen meines Hauses im Schnitt 150 Euro im Monat ausgebe, dann wird dieser Betrag mit steigenden Energiekosten irgendwann doppelt so hoch sein. Mir geht es also darum, Häuser zu bauen, die wirtschaftlich sind und auch in 30 Jahren mit einem geringen Energieverbrauch und wenig Kosten auskommen.

Bauratgeber Deutschland: Wie ist das zu schaffen?

Josef Haas: In dem man Häuser im Effizienzhausstandard 40 oder als Plus-Energie-Haus baut. Wir sehen das bei KAMPA als Kreislauf: Eine perfekt gedämmte Gebäudehülle, eine effiziente Wärmepumpen- und Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung und ein Sonnentank zur Stromspeicherung ergeben eine maximale Unabhängigkeit. Häuser, deren Warmwasser- und Heizkosten um die 30 Euro im Monat liegen, sind bei uns Standard. Dafür haben wir in diesem Jahr den 1. Platz beim Deutschen Traumhauspreis in der Kategorie „Plus-Energiehäuser“ gewonnen.

Bauratgeber Deutschland: Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung. Was bedeutet dieser Preis für Sie und Kampa?

Josef Haas: Er macht uns stolz. Und er zeigt, dass wir auf dem einzig richtigen Weg sind. Wer heute baut, der investiert in eine sorglose Zukunft. Und das macht er für sich und die nachfolgenden Generationen. Ich finde es zutiefst traurig, dass wir über Generationen mit angesehen haben, wie wir unsere Ressourcen aufbrauchen – vom wertvollen Rohstoff Öl und Holz angefangen bis hin zu inzwischen vom Aussterben bedrohten Tierarten.

Bauratgeber Deutschland: Wie meinen Sie das mit dem Holz?

Josef Haas Josef Haas: Holz wird als nachwachsender Rohstoff und Energieträger in Zusammenhang gebracht. Ich finde Holz zum Verheizen viel zu schade. Und wenn wir uns die Preisentwicklung beim Holz anschauen, dann gab es auch hier in den vergangenen Jahren extreme Preissteigerungen. Seit 2005 haben sich die Preise für Holz als Brennstoff verdoppelt. Wer also als Hausbesitzer auf Holz setzt und etwa Pellets verheizt, der muss damit rechnen, dass die Heizkosten in wenigen Jahren zu einer großen finanziellen Belastung werden. Wer langfristig unabhängig sein möchte von steigenden Kosten und gleichzeitig Verantwortung für die Umwelt, die Natur- und die Tierwelt übernehmen möchte, der setzt auf Energie aus Sonne, Luft und Wasser. Was mich immer wieder ärgert, dass hoch effiziente Häuser immer noch als Zukunftsmusik oder Vision beschrieben werden. Aus meiner Sicht ist das jetzt schon machbar und für KAMPA tagtägliche Realität. Was bringt mir eine Investition in ein Haus, das sich von den Nebenkosten her nicht rechnet und mich am Ende im Alter belastet? Und was nützt mir eine Heiztechnik vom Feinsten, wenn ich eine schlecht gedämmte Gebäudehülle habe? Ich kenne da keine Kompromisse. Unsere Generation hat eine sorglose Zukunft zu gewährleisten. Deshalb sehe ich das für mich persönlich, aber auch für unsere Mitarbeiter als Verpflichtung, die Leute aufzuklären.

Bauratgeber Deutschland: Wie funktioniert das in der Praxis?

Josef Haas: KAMPA veranstaltet mindestens zweimal in der Woche an einem seiner Standorte Bauherreninformationsabende. Wir geben nicht nur einen Einblick in das sorglose Wohnen der Zukunft, sondern erläutern auch Fördermöglichkeiten – etwa seitens der KfW-Bank, die den Bau eines hoch effizienten Wohnhauses mit zinsgünstigen Darlehen unterstützt. Unser Ziel ist es, die Menschen mitzunehmen und ihnen deutlich zu machen, dass es längst nicht mehr nur um die eigenen vier Wände geht, sondern um Unabhängigkeit von Vermietern, Energiekosten, Finanzierungssorgen und Umweltfragen.

Bauratgeber Deutschland: Herr Haas, wir danken Ihnen sehr für dieses Gespräch.

Das Unternehmen:

Die KAMPA GmbH gehört zu den ältesten Hausbauunternehmen Deutschlands und sieht sich als starke Partnerin für die Zukunft des Wohnens. KAMPA ist bundesweit an 32 Standorten mit Musterhäusern, Referenzhäusern und Verkaufsbüros vertreten. Darüber hinaus unterhält KAMPA Niederlassungen in Polen, der Schweiz und Belgien. Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Steinheim beschäftigt 215 Mitarbeiter und konnte im Jahr 2012 fast 300 Fertighäuser an die neuen Bewohner übergeben. Alle Fertighäuser werden serienmäßig im Effizienzhaus 40-Standard gebaut – die Energiekosten liegen 60 Prozent unter den Vorgaben der Energieeinsparverordnung.

Der Unternehmer: Josef Haas ist der Motor von KAMPA. Der 1971 geborene Niederbayer absolvierte zunächst eine kaufmännische Ausbildung, bevor er bei Haas Fertigbau in die Lehre hing. 2007 übernahm Josef Haas die Firma KAMPA und brachte das Unternehmen an die Spitze der Fertighausunternehmen. Haas, Vater eines Kindes, liebt Fußball, Natur und Berge. Zu seinen Lieblingsplätzen in Berlin gehört der Gendarmenmarkt. Haas liebt die bayerische Lebensart und engagiert sich unter anderem für das österreichische Gut Aiderbichl – eine Arche Noah für in Not geratene Haus- und Wildtiere.

Kontakt:
KAMPA GmbH
Robert-Bosch-Straße 13
89555 Steinheim a. Albuch
Tel. 07329 951-0
Fax 07329 951-299

E-Mail: info@kampa.de
Internet: www.kampa.de

KAMPA Musterhaus Berlin/Werder
An den Hainbuchen 58
14542 Werder
Tel. 03327 7407561
Öffnungszeiten: tgl. 11 bis 18 Uhr
Kostenloses Infotelefon: 0800 600 700 8