altBauherren ersparen sich viel Ärger, wenn der Schallschutz von vornherein eingeplant und vertraglich festgelegt wird. Damit kann Belästigung durch laute Nachbarn als auch Lärm im eigenen Haus vermieden werden.
Vom Privatleben seiner Mitmenschen möchte man meist nicht allzu viele Details kennen. In Reihen- und Doppelhäusern mit schlechtem Schallschutz wird man jedoch häufig unfreiwillig Zeuge von Familienstreits, kennt zwangsläufig den Musikgeschmack und weiß, wie oft geduscht wird. Auch für Besitzer von Einfamilienhäusern ist Lärmschutz wichtig, wenn der Haussegen nicht schief hängen soll.

Wenig Hilfe bietet hierbei die existierende DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“. Diese Norm bildet lediglich Mindestwerte ab und entspricht nach 20 Jahren in weiten Teilen nicht mehr dem Stand der anerkannten Regeln der Technik. Bauherren sind deshalb gut beraten, die Schalldämmung in der Bauplanung vertraglich zu vereinbaren. Hierbei empfehlen Experten das sichere Berechnungsverfahren nach der neuen Euronorm DIN EN 12354 anzuwenden. Damit alle Stockwerke beim Doppel- und Reihenhaus geschützt sind, sollte die Haustrennwand als zweischalige Konstruktion aus Ziegeln mit hoher Rohdichte ausgeführt werden. Die Trennfuge sollte mindestens drei Zentimeter dick und mit dicht gestoßenen Mineralfaserplatten gefüllt sein. Im Dachgeschoss ist darauf zu achten, Hohlräume zwischen den Sparren zu dämmen und Fugen zwischen Randsparren und Wand auszufüllen, wenn Wände bis unter die Dachlattung reichen. Zudem muss die Dachdeckenverkleidung eng an der Haustrennwand anschließen. Besondere Beachtung gilt nicht unterkellerten Doppel- und Reihenhäusern. Fehlt der Keller mindert dies die Schalldämmung der Haustrennwand im Erdgeschoss um rund 5 dB. Dies ist in der Bauplanung unbedingt zu berücksichtigen, wenn die Erwartungen in der Praxis nicht enttäuscht werden sollen.Mehr Komfort von A – Z(IS)Der Lärmschutz kann auch innerhalb der eigenen Wohnräume noch weiter verbessert werden: mit dem Ziegel-Innenwand-System kurz ZIS genannt. Dabei werden die Wände von den anschließenden Bauteilen entkoppelt. Nicht entkoppelte, leichte Innenwände aus Gipsbautafeln können wie eine Membran in Schwingungen versetzt und Geräusche über anschließende Wände oder Decken in benachbarte Zimmer weitergeleitet werden. Physikalisch entkoppelte Wände verbessern den Lärmschutz hingegen erheblich.Auch die Schalldämmung von Decken und Fußböden ist wichtig, um Trittgeräusche zu verhindern. Dazu müssen Fußböden „schwimmend“, also ohne Verbindung zu Wand und Decke, verlegt werden. Um den Trittschall im Treppenbereich zu verringern, sollte auf den Absätzen ebenfalls schwimmender Estrich verlegt und der Treppenlauf elastisch aufgelagert werden. Die Industrie bietet sogenannte Tronsolen. Ebenso sollten Wasserleitungen und Heizungsrohre Böden und Wände nicht direkt berühren.Deutsche PorotonKochstraße 6-710969 BerlinTel: 030 / 25 29 44 99Fax: 030 / 25 29 45 01E-Mail: info@poroton.orgDeutsche Poroton im Internet
 

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