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Sichtschutz im Garten

Wasserwelt im Garten

Der viel beschriebene „Urlaub im eigenen Garten“ bekommt ganz neue Bedeutung, wenn dort Wasser plätschert und glitzert. Denn ein Wassergarten bietet die Möglichkeit, dem geschäftigen Trubel des Alltags zu entfliehen. Bei schönem Wetter lässt es sich auf einem Sitzplatz direkt am Ufer einfach abschalten, etwa mit einem guten Buch – und den Füßen im Wasser. Oder aber bei der Teichpflege und der Beobachtung wasserliebender Gartenmitbewohner. Denn eine sumpfige Uferzone bietet vielen Tieren eine Kinderstube. Liebhaber naturnaher Teiche können hier beispielsweise Molche, Wasserläufer, Libellen und Frösche beobachten, die sich am und im Wasser tummeln, oder die Vögel, die zum Trinken oder Baden vorbeikommen.

Ist die Uferzone mit Stauden, Gräsern und Gehölzen bepflanzt, bildet sie einen harmonischen Übergang zum restlichen Garten. Sie kann so gestaltet werden, dass die Pflanzenarten und Blütenfarben auch in den anderen Beeten im Garten vorkommen. Die Uferzone des Gartenteichs teilt sich in unterschiedliche Lebensbereiche. Die so genannte Sumpfzone liegt im Schwankungsbereich des Wassers. Sie ist mal überflutet, kann aber auch abtrocknen. Hier fühlen sich Pflanzen wie der purpurrosafarbene Blut-Weiderich, die blaue Sumpf-Schwertlilie oder die gelbe Dotterblume wohl. Die Feuchtzone befindet sich innerhalb der Teichdichtung, jedoch oberhalb des Wasserspiegels. Die Erde ist hier feucht, aber nicht überflutet. Gelbgrün blühender Frauenmantel, die violettblaue Dreimasterblume und die gelbe Trollblume (Trollius) können hier gut wachsen, außerdem Gräser wie die Morgenstern-Segge oder das Goldleistengras (Spartina). Diese Pflanzen fühlen sich auch in normaler Gartenerde wohl und können deshalb – als wiederkehrendes gestalterisches Element – sowohl am Teichrand als auch in den Gartenbeeten verwendet werden.

Es gibt auch einige Gehölze, die nah am Teichrand wachsen können und Feuchtigkeit bzw. gelegentliche Überflutung vertragen. Hierzu zählen beispielsweise der stattliche Amberbaum (Liquidambar styraciflua) und der Rot-Ahorn (Acer rubrum). Auch Sträucher wie die Weide (Salix) oder der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) vertragen nasse Böden. Sie stehen gut auf der Rückseite naturnaher Teiche und geben der Wassergartenlandschaft so einen schönen grünen Hintergrund. Kletterkünstler wie der Wilde Wein (Parthenocissus) oder die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) können sich ebenfalls gut mit einem schwankenden Wasserstand arrangieren. Sie schaffen durch ihr fein gegliedertes Laub oder ihre filigrane Blüten natürliche, wildromantische Stimmung am Wasserrand.

Der ideale Standort für einen Teich ist ein heller und sonniger Platz im Garten, denn viele der Wasser- und Uferpflanzen sind sonnenhungrig. Dauerschatten kommt für einen Wassergarten deshalb nicht in Frage. Besonders natürlich wirkt der Teich, wenn er in einer leichten Senke angelegt wird. Wer in seinem fertig gestalteten Garten nachträglich ein Feuchtgebiet integrieren oder den vorhandenen Wassergarten mit einem Bachlauf oder einem Pfad aus Trittsteinen verschönern möchte, der kann sich professionelle Hilfe vom Landschaftsgärtner holen. Der Profi weiß, welche Materialien am besten zum Einsatz kommen und wie man einen neuen Teich fachgerecht und harmonisch in einen älteren Garten einfügt. (BGL/PdM)

Ulrich Schultze
Garten- und Landschaftsbau
Am Wall 13
14979 Großbeeren
Tel. 033701 / 300 90
Fax 033701 / 300 99

E-mail: info@schultze-galabau.de

Ulrich Schultze GaLaBau im Internet


 

Kommentare

01.06.2010 15:00
EIn absolutes Highlight!Ich träume schon seit Jahren von einem Garten mit Teich. Der Artikel ist sehr verständlich und trotzdem mit vielen fachlichen Tipps versehen.
Super die konkreten Hinweise auf spezielle Pflanzen! LG, Freya