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Altbau: Was man beim Haus aus zweiter Hand beachten sollte

Denkmalschutz, Bausubstanz und Sanierung kosten mitunter viel Geld

AltbauEin Haus aus zweiter Hand ist für viele verlockend: Ein Altbau hat seinen eigenen Charme, versprüht Baugeschichte und bietet traditionelles Wohnen in historischem Gemäuer. Altbauten kosten meist nur ein Bruchteil eines neu gebauten Massivhauses oder Fertighauses. Doch darf der vermeintlich günstige Kaufpreis nicht darüber hinweg täuschen, dass ein Altbau häufig weitere Kosten nach sich zieht. Wer sich also für den Kauf eines Altbaus interessiert, sollte sich vorab gründlich Gedanken machen.

Bausubstanz: Ein Altbau verfügt über eine in die Jahre gekommene Bausubstanz. Ob diese noch intakt ist, sehen nur geschulte Augen. Bausachverständige oder Gutachterkönnen beispielsweise klären, ob Feuchtigkeit im Mauerwerk vorhanden ist. Ist dies der Fall, können teure Sanierungskosten auf die Altbaubesitzer zukommen. Ein feuchtes Mauerwerk bedeutet nämlich eine erhöhte Gefahr für Schimmelbildung.

Denkmalschutz: Vor dem Kauf eines Altbaus sollten sich Interessenten erkundigen, ob das Objekt der Begierde unter Denkmalschutz steht. Trifft das zu, müssen Käufer von Altbauten mit hohen Auflagen rechnen, die wiederum ein Mehr an Kosten verursachen. Allerdings steht Besitzern eines Altbaus unter Umständen eine Palette an Fördermitteln zur Verfügung.

Technische Infrastruktur: Altbauten sind im seltensten Fall mit zeitgemäßen Elektro- und Wasserleitungen ausgestattet. Das kann eine Gefahr für die Bewohner bedeuten. Alte Wasser- und Abwasserrohre halten meist Minusgraden nicht Stand; jahrzehntealte Stromleitungen neigen zu Kabelbränden oder Kurzschlüssen. Mitunter kann das bedeuten, dass Leitungen im gesamten Haus erneuert werden müssen.

Innenausstattung: Fenster, Türen und Holztreppen aus vergangenen Epochen sehen zwar schön aus. Doch häufig sind vor allem Fenster und Türen undicht und wertvolle Energie geht verloren . Da es sich bei Holz um einen natürlichen, biologischen Baustoff handelt, verändert dieser im Laufe der Zeit seine Konsistenz. Schädlinge wie Holzwürmer setzen Holz zudem zu. Deshalb sollte vor dem Kauf eines Altbaus stets Zeit für einen kritischen Blick auf Fenster, Türen und Holztreppen bleiben.