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Gemeinsam bauen

Bauen in Baugruppen gewinnt zunehmend an Bedeutung

Gemeinsam bauen Nachdem über viele Jahre die Randgebiete der Städte durch großangelegte Einfamilienhaussiedlungen mehr und mehr zersiedelt wurden, geht nun seit einigen Jahren der Trend wieder zurück zum Bauen in der Stadt. Kurze Wege, eine gute städtische Infrastruktur und nicht zuletzt das städtische Flair mit seinen vielseitigen kulturellen Angeboten lassen immer mehr zukünftige Bauherren über Eigentumsbildung in der Stadt nachdenken.

Lange Zeit war der Kauf einer Eigentumswohnung der einzige Weg, der nicht zwangsläufig mit einem Wegzug aus der Stadt verbunden war. In den vergangenen Jahren haben sich jedoch die so genannten Baugruppen als alternative Organisationsform etabliert, die zum Teil ganz beachtliche individuelle Grundrisslösungen und Wohnformen zur Eigennutzung hervorbringen. Neben einzigartigen architektonischen Lösungen steht bei einem Zusammenschluss mehrerer privater Bauherren zu einer Baugruppe vor allem auch der Gedanke einer Gemeinschaft im Vordergrund. Denn gemeinsam lassen sich beim Hausbau viele Dinge realisieren, die für den einzelnen Bauherren die Grenzen des Möglichen und des Finanzierbaren übersteigen würden. So sind für Baugruppen gemeinschaftlich genutzte Räume, vielleicht auch ein gemeinsamer Sauna- und Wellnessbereich, eine gemeinsame Dachterrasse oder aber eine vermietbare Gewerbeeinheit im Erdgeschoss realisierbar.

In einer Baugruppe finden sich mehrere Bauwillige zusammen, um eine innerstädtische Brachfläche mit einem mehrgeschossigen Wohnhaus oder individuellen Stadthäusern zu bebauen. Durch den Zusammenschluss mehrerer Parteien teilen sich die Bau- und Grundstückskosten und ein Neubau lässt sich auf diesem Wege leichter finanzieren und für alle Beteiligten kostengünstiger realisieren.

Jedoch muss man sich als Teil einer Baugruppe natürlich auch auf einen erhöhten Abstimmungsbedarf einstellen. Die Beteiligten müssen sich zu grundsätzlichen Fragen, wie etwa der Wahl des Architekten, der Bauweise etc. einigen und viele grundlegende Entscheidungen gemeinsam treffen. Für den gemeinschaftlichen Bau ist es daher unerlässlich, eine geeignete Rechtsform festzulegen – häufig ist das eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Diese Rechtsform wird solange beibehalten, bis alle Arbeiten am Bau abgeschlossen und abgerechnet sind.

Baugruppen etablieren sich seit Jahren in den Städten als eine kostengünstige Form des Wohnens in der Stadt und werden zunehmend durch diese gefördert. So wird beispielsweise in Berlin durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jährlich eine begrenzte Anzahl an innerstädtischen Baugrundstücken exklusiv an Baugruppen vergeben.