19. Energie und Umwelt
Energiebewusstes Bauen und Wohnen wird durch unterschiedliche Förderprogramme, Zuschüsse und die Gewährung günstiger Kredite gefördert. Solaranlagen, Erdwärme, Windenergie und Wärmerückgewinnungsanlagen bieten viele Alternativen.
Themen im Überblick:
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Gesetzgeber schreibt ehrgeizige Ziele fest
Neben den bekannten fossilen Energieträgern wie Öl und Gas treten angesichts des Klimawandels in den letzten Jahren zunehmend erneuerbare, regenerative Energien aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Geothermie in den Blickwinkel. Diese sollen zukünftig einen großen Teil der elektrischen Energieversorgung aber gerade auch der Wärmeversorgung sicherstellen. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien, die unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehen, kann ein Hausbauer große Teile seines verbrauchten Stroms und seiner verbrauchten Heizwärme selbst erzeugen und damit erheblich Kosten sparen.
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System sammelt Sonnenstrahlen ein und wandelt sie in Energie um
Überall auf deutschen Dächern findet man heute Photovoltaikanlagen, die das Hausdach zum eigenen Stromerzeuger werden lassen. Über Photovoltaik-Module wird die direkte und diffuse Sonnenstrahlung „eingesammelt“ und in Solarstrom umgewandelt. Dieser kann dann entweder für die Eigenversorgung genutzt (hier spricht man von Inselsystemen) oder in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist werden (netzgekoppelte Systeme).
Aus Sonnenenergie lässt sich Wärme gewinnen
Neben der Erzeugung von Elektrizität kann die Sonnenenergie auch direkt in thermische Energie umgewandelt und zur Warmwasseraufbereitung oder zum Heizen bzw. Kühlen eines Gebäudes verwendet werden. Dies geschieht über Solarkollektoren, in denen ein Wärmeträgermedium fließt. Dieses Medium wird durch die Sonnenstrahlung erwärmt und über eine Pumpe in gedämmten Rohrleitungen bis zum Warmwasserspeicher transportiert. Dort wird die gespeicherte Wärme über einen Wärmetauscher an das Speicherwasser abgegeben, das dem Haushalt als Warmwasser zum Duschen, Spülen oder Waschen oder über den Heizungskreislauf zugeführt wird.
Gespeicherte Wärme wird in Energie umgewandelt
Anders als Solarenergie ist die in der Erde gespeicherte Wärme von den Jahreszeiten und vom Wetter unabhängig und kann somit konstant über das Jahr hinweg zur Wärmegewinnung genutzt werden. Die Erdwärme nimmt mit zunehmender Tiefe zu und kann unterhalb der örtlichen Frostgrenze des Bodens in Oberflächennähe gewonnen werden. Hierfür werden Erdwärmesonden verwendet, die über tiefe Bohrungen in den Boden gesetzt werden. Üblicher sind jedoch Erdwärmekollektoren, also horizontal unterhalb der Frostgrenze in 1 bis 1,5 Metern Tiefe verlegte Kunststoffrohre, in denen ein Wärmeleitmedium fließt.
Gespeicherte Energie umwandeln – Umluft und Abwasser als Energieträger
Im Massivhaus oder Fertighaus entsteht durch verschiedene Prozesse Wärme: Ob beim Kochen, Toasten oder sei es, weil sich die Bewohner bewegen und dadurch Wärme erzeuge. Auch die Umluft wird durch die Sonne aufgeheizt und erwärmt. Diese Energie muss nicht verpuffen – über spezielle Systeme kann die Wärme zurückgewonnen werden. Experten sprechen von einer so genannten Wärmerückgewinnung.
Energieeinsparverordnung (EnEV), Erneuerbare Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG) und Energieausweis
Jahr 2002 wurde erstmalig ein Energieeinspargesetz (EnEG) zur Verbesserung der energetischen Standards von Gebäuden erlassen und daraufhin eine Energieeinsparverordnung (EnEV) – als Zusammenfassung der bis dato gültigen Heizungsanlagenverordnung und Wärmeschutzverordnung - eingeführt. Seither werden die Anforderungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden regelmäßig verstärkt. Die aktuell gültige Energieeinsparverordnung (EnEV) trat 2009 in Kraft und weist deutlich schärfere Bestimmungen für Neubauten und Bestandsgebäude auf.
Familien sollten beim Neubau auf erneuerbare Energien setzen
Beim Hausbau steht die Frage nach der Energieversorgung an erster Stelle. Denn wer auf die richtigen Energiequellen setzt, der kann langfristig Betriebskosten sparen und die Umwelt entlasten. Bevor ein Massivhaus oder Fertighaus gebaut wird, sollten Bauherren also zunächst über den Einsatz erneuerbarer Energien nachdenken. Dazu hilft es, sich einen Überblick zu verschaffen und gleichzeitig den Einsatz moderner, umweltschonender Haustechnik ins Kalkül zu ziehen.
Sanierung, Umbau oder Neubau: die KfW-Förderbank unterstützt Vorhaben
Bauherren, aber auch Hausbesitzer haben die Chance, auf zahlreiche Fördertöpfe zurückzugreifen: Ob Neubau oder Modernisierung – neben Förderprogrammen der staatlichen KfW-Förderbank gibt es auch Zuschüsse seitens des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hat der Bauratgeber Deutschland die wichtigsten Programme zusammengestellt (Stand: April 2012):
Wer heutzutage ein Haus baut, macht dies mit Weitblick!
Ein Massivhaus oder ein Fertighaus ist eine Investition in die Zukunft: Die eigenen vier Wände garantieren Sicherheit, ein Leben lang. Doch wie ist es um die Kosten für den Unterhalt von Massivhaus oder Fertighaus bestellt? Fakt ist: Öl wird immer teurer, die Strompreise ziehen an. Wer ein neues Haus baut, ist deshalb gut beraten, dies mit Weitblick zu tun. Sowohl im Massivhaus- als auch im Fertighausbereich halten seit Jahren so genannte Energiesparhäuser Einzug. Der Bauratgeber Deutschland stellt die wichtigsten Typen vor und verrät Ihnen, wie der Gewinn für Sie und die Umwelt aussieht!
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