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07. Behörden, Anträge und Verträge

Behörden VerträgeJeder Hausbau unterliegt diversen Genehmigungsverfahren. Ämterbesuche und Antragsverfahren kosten Zeit und Geduld. Darauf sollten Sie sich vorbereiten. Zusätzliche Behördengänge und lange Wartezeiten können Bauabläufe erheblich behindern.

Themen im Überblick:


Grundbuchamt

Grundstücke und Wohnungen sind im Landkreis erfasst

Grundbuchamt Das Grundbuchamt eines Kreises oder Bezirks führt für den Zuständigkeitsbereich ein öffentliches Register, die Grundbücher, in dem alle Grundstücke erfasst sind. Darin werden unter anderem die Eigentumsrechte oder auch Belastungen, die auf dem Grundstück liegen aufgeführt. Ändern sich an einem Grundstück die Eigentumsrechte – zum Beispiel durch einen Grundstückskauf oder eine Erbschaft – besiegelt erst die schlussendliche Eintragung in das Grundbuch die Übertragung eines Grundstücks an den Käufer.

 

Bauamt und Bauaufsichtsbehörde

Bauordnungsrecht stellt rechtliche Grundlage für den Hausbau dar

BauaufsichtsbehördeNicht selten werden Bauamt und Bauaufsichtsbehörde für ein und dieselbe Institution gehalten. Jedoch sind beide mit unterschiedlichen Aufgaben betraut. Das Bauamt widmet sich den planerischen Aufgaben und ist unter anderem für die Bautätigkeit im Hochbau, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Betreuung der öffentlichen Gebäude und Anlagen in einer Gemeinde zuständig. Wichtige Aufgabenfelder des Bauamtes sind die Vorbereitungen der Raum- und Bauleitplanung einer Gemeinde. Dabei ist es an der Ausweisung von Baugebieten, der Erarbeitung von Bebauungsplänen oder den Planungen zur Erschließung von Baugebieten beteiligt. All diese Planungen müssen jedoch abschließend von den zuständigen Gremien einer Gemeinde verabschiedet werden, um Rechtsfähigkeit zu erlangen.

 

Vom Bauantrag zur Baugenehmigung

Genehmigung hängt von der Prüfung durch die Behörde ab

BauantragMit Einreichen des vollständigen (!) Bauantrages wird bei der zuständigen Behörde die Erteilung einer Baugenehmigung für das geplante, genehmigungspflichtige Bauvorhaben beantragt. Im anschließenden Baugenehmigungsverfahren wird der Antrag von der zuständigen Unteren Bauaufsichtsbehörde geprüft und über die Erteilung einer Baugenehmigung entschieden.

 

Unterlagen für den Bauantrag

Übersicht über alle notwendigen Papiere für den Hausbau

BauantragsunterlagenDas Erstellen und Zusammenstellen eines Bauantrags ist ein wahrer Papierkrieg! Daher sollte ein Bauherr vor allem darauf achten, alle erforderlichen Unterlagen vollständig und unterschrieben bei der zuständigen Baubehörde einzureichen. Denn durch unvollständige Unterlagen kann sich das nun eingeleitete Baugenehmigungsverfahren verzögern. Je nach Landesbauordnung variieren die erforderlichen Unterlagen. Daher sollte man sich vorab genau bei der zuständigen Baubehörde informieren.

 

Bauvoranfrage

Vorab können Bauherren klären, ob der Hausbau möglich ist

BauvoranfrageÜber eine Bauvoranfrage kann ein Bauherr klären, ob ein Grundstück überhaupt bebaut werden kann und darf. Man spricht hier auch von einem kleinen Genehmigungsverfahren. Dieses Vorgehen ist vor allem für Grundstücke ratsam, für die es keinen Bebauungsplan gibt. Ist dies der Fall, sollte unbedingt vor dem Grundstückskauf eine Bauvoranfrage gestellt werden!

 

Genehmigungsfreistellungsverfahren

Jedes Bauvorhaben muss bei der Behörde beantragt werden

GenehmigungsfreistellungsverfahrenGrundsätzlich ist jedes Bauvorhaben - ganz gleich ob Neubau oder Anbau - genehmigungspflichtig. Allerdings gibt es einige Sonderfälle, in denen ein Baugenehmigungsverfahren nicht erforderlich ist. Dies gilt vor allem für Bauten (u.a. auch Wohnbauten), die nach der jeweils geltenden Bauordnung nicht zu den Sonderbauten zählen. Wer als Bauherr von einem Genehmigungsverfahren befreit ist, spart nicht nur Zeit sondern auch Kosten.