Logo Deutschland
Hausbau-Ratgeber für Deutschland > Stadt wählen
icon stadt
Banner

04. Der Bebauungsplan (B-Plan)

BebauungsplanDer Bebauungsplan, auch B-Plan, ist ein verbindliches Regelwerk für die bauliche Nutzung von Grundstücken in einem bestimmten Gebiet. Im B-Plan ist festgehalten in welcher Form Ihr Hausbau genehmigt werden kann.

Themen im Überblick:


Der Bebauungsplan

Verbindliches Regelwerk für die bauliche Nutzung von Grundstücken

Bebauungsplan Der Bebauungsplan, auch B-Plan, stellt ein verbindliches Regelwerk für die bauliche und sonstige Nutzung von Grundstücken in einem bestimmten Gebiet auf. Hier erfährt man, ob und was und wie viel man auf einem Grundstück bauen darf. Der Bebauungsplan wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt und von der Gemeinde als Satzung beschlossen. Bebauungspläne können bei der Gemeindeverwaltung oder beim zuständigen Bauamt eingesehen werden. In einigen Baubehörden stehen sie mittlerweile auch im Internet zur Verfügung.

 

Begriffe aus dem Bebauungsplan

Die Baugrenze
Fachbegriffe Die Baugrenze ist in einem Bebauungsplan als blaue Strich-Strich-Punkt-Linie definiert und markiert den Bereich, innerhalb dessen ein Grundstück bebaut werden darf. Die Bebauung muss dabei nicht zwingend an diese Baugrenze heranreichen, sondern kann innerhalb eines Baufensters unter Einhaltung der erforderlichen Abstandsflächen frei auf dem Grundstück positioniert werden. Über die Baugrenzen hinaus darf jedoch nicht gebaut werden! Sie werden in Bebauungsplänen als blaue Linie dargestellt und sind meist nicht identisch mit dem Verlauf der Grundstücksgrenze.

 

Die Art der baulichen Nutzung

Bauherren sollten darauf achten, welche Bebauung zulässig ist

Bebbaungsart Die Art der baulichen Nutzung regelt sich nach der Art des Baugebiets mit seinen jeweiligen Nutzungskatalogen. Besonders in Neubaugebieten sollte man als Bauherr darauf achten, welche Art der Bebauung für das Baugebiet festgeschrieben ist. Ein Baugebiet kann als reines Wohngebiet W, als Gewerbegebiet G oder als Mischgebiet, das heißt als Wohngebiet mit teilweiser gewerblicher Nutzung deklariert sein.

 

Das Maß der baulichen Nutzung

Alle Faktoren auf einem Blick

Mass der Nutzung Das Maß der baulichen Nutzung wird durch folgende Faktoren bestimmt: die Grundflächenzahl (GRZ), die Geschossflächenzahl (GFZ), die Anzahl der Vollgeschosse, die maximale Anzahl der Wohnungen, Höhe (z.B. Wandhöhe, Traufhöhe, Firsthöhe) der baulichen Anlage, Vorschriften für Stellplätze und Erschließung, Grundstücksgrenzen, Abstandsflächen, Baugrenzen, Baulinien und die Eigenart der näheren Umgebung.

 

Die Bauweise

Fachleute unterscheiden zwischen offener und geschlossener Bauweise

Bauweise Die Bauweise beschreibt, wie die einzelnen Gebäude auf den innerhalb eines Baugebietes zur Bebauung ausgeschriebenen Parzellen zueinander angeordnet sind. Man unterscheidet dabei zwischen offener Bauweise und geschlossener Bauweise.

 

Die Abstandsflächen

Bauherren müssen Platz zwischen den Grundstücken beachten

Abstandsflächen Die Abstandsflächen regeln den Abstand, den sie mit ihrem Gebäude zur Grundstücksgrenze und zur Nachbarbebauung einhalten müssen und der nicht bebaut werden darf. Diese unbebauten Flächen sollen in Baugebieten die ausreichende Belüftung und Belichtung der Gebäude, verbesserten Brandschutz aber auch die nötige Privatsphäre der Anwohner wahren. Je Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen zu den Abstandsflächen. In der Regel ist ein Mindestabstand von drei Metern zum Nachbargrundstück einzuhalten. Zudem dürfen Abstandsflächen nicht über die Grundstücksgrenze hinaus auf das Nachbargrundstück oder die öffentliche Straße reichen.

 

Immobilienmesse in Berlin

Noch mehr Infos zum Hausbau finden Sie auf der Messe "Das eigene Haus & Energie" am 03. und 04. September 2016 in Berlin.
www.messe-hausbau.de