Billigstrom war das Ziel des Ulmer Energiedienstleisters EnerGen Süd. Doch statt Geld zu sparen, müssen Kunden des Strom- und Gastlieferanten in Süddeutschland jetzt einen neuen Anbieter suchen. Die EnerGen hat seinen Stromverkauf zum 1. März 2012 eingestellt und Insolvenz angemeldet. Die Genossenschaft war deutschlandweit tätig, hatte ihren Schwerpunkt allerdings in Baden-Württemberg. So genannte lokale Grundversorger – also die Stadtwerke vor Ort – haben die Gas- und Stromlieferungen übernommen.
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt allen EnerGen Süd-Kunden, umgehend alle Zählerstände zu notieren. Die Daten dienen der Überprüfung der Endabrechnung mit dem Insolvenzverwalters des Energiedienstleisters. Wer für Abschlagszahlungen einen Dauerauftrag eingerichtet hat, sollte diesen unbedingt wiederrufen. Der Insolvenzverwalter der EnerGen Süd hat unterdessen von sich aus den Einzug von Abschlagszahlungen gestoppt. Gleichzeitig wurde den 28.000 Mitgliedern der Genossenschaft mitgeteilt, dass sie keine Einlagen erstattet werden können.
Für die früheren EnerGen Süd-Kunden bedeutet die Zahlungsunfähigkeit ihres Strom- und Gasanbieters Aufwand: Denn nach Angaben der Verbraucherzentrale sind die Konditionen der lokalen Anbieter nicht immer die günstigsten – deshalb empfehlen die Verbraucherschützer den Wechsel zu einem günstigen Anbieter. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Insolvenz hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg im Internet zusammengestellt.
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