Logo Deutschland
Hausbau-Ratgeber für Deutschland > Stadt wählen
icon stadt

Wärmepumpen und Fußbodenheizung kombinieren

HEAImmer mehr Bauherren und Modernisierer setzen auf die Wärmepumpe als Heizsystem, das regenerative Umweltwärme nutzt. Damit die bereit gestellte Energie möglichst effektiv genutzt wird, ist die Kombination mit einer Fußbodenheizung empfehlenswert. Wegen der großen Fläche und dem hohen Anteil an Strahlungswärme reichen schon geringe Vorlauftemperaturen von etwa 30 bis 35 Grad Celsius aus, um einen Raum zu erwärmen.

Das kommt der Wärmepumpe gelegen, denn sie arbeitet dann am effizientesten, wenn der Temperaturunterschied zwischen der Wärmequelle und der benötigten Vorlauftemperatur für die Raumheizung möglichst niedrig ist. Die Zusammenarbeit der beiden Systeme funktioniert wie folgt: Die Wärmepumpe fängt die kostenlose Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser mit Hilfe eines Kollektors ein und pumpt sie auf ein höheres Energieniveau. Dabei wird bis zu vier Mal so viel kostenlose Heizwärme aus der Umwelt, also der Erde, dem Grundwasser oder der Luft, gewonnen wie Strom als elektrische Antriebsenergie notwendig ist.

Die Wärmeabgabe im Haus erfolgt wie bei jedem zentralen Heizsystem über Heizkörper oder eine Flächenheizung. Dabei gilt: Je geringer der Unterschied zwischen der Umwelt-Temperatur und der für die Raumheizung erforderlichen Vorlauftemperatur ist, desto weniger muss die Wärmepumpe arbeiten. Klassische Heizkörper sind da eher ungeeignet. Der Idealpartner Fußbodenheizung hat ein besonders vorteilhaftes Temperaturprofil: Die gleichmäßige Wärmeabgabe über eine große Oberfläche, die so genannte Strahlungswärme, bewirkt ein angenehmes Raumklima – auch in Fuß nähe.

Ein weiteres Plus für die Energiebilanz: Durch diese ausgewogene Wärmeverteilung wird die Raumtemperatur subjektiv um ein bis zwei Grad wärmer empfunden als sie tatsächlich ist. Eine Absenkung der Temperatur um diesen Wert bringt eine Energie- und Kostenersparnis von rund 12 Prozent mit sich.

Über die Initiative WÄRME+

Für viele Hausbesitzer stehen in den kommenden Jahren Investitionen in eine zeitgemäße Hauswärmetechnik an. Mit einem umfassenden Informations- und Serviceangebot klärt die Initiative WÄRME+ darüber auf, wie eine effiziente Anlagentechnik zu einer intelligenteren Energienutzung in Haus und Wohnung beitragen kann.

Im Fokus stehen dabei innovative Lösungen wie die Wärmepumpe, die dezentrale Warmwasserbereitung mit elektronischen Durchlauferhitzern, die elektrische Fußbodenheizung und die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung. Zu den Mitgliedern der Initiative zählen die Unternehmen AEG Haustechnik, Clage, DEVI, Dimplex, Stiebel Eltron und Vaillant sowie der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) und die HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung.