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Staat verdient an hohen Strompreisen kräftig mit

Steckdose Wenn es um hohe Strompreise geht, leiden die Menschen in Chemnitz genauso wie der Rest der Bundesrepublik. Doch nicht immer ist nur die Profitgier der Stromanbieter schuld an steigenden Preisen für Strom. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox nennt jetzt einen weiteren Verursacher beim Namen. Der Staat verdient an den hohen Strompreisen – und das kräftig. Jedes Jahr nimmt der Bund 15 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben im Zusammenhang mit Stromlieferungen ein.

Damit geht fast die Hälfte der von den Deutschen gezahlten Strompreise direkt an Vater Staat. Allein 46 Prozent nimmt der Staat über Mehrwertsteuer, Ökosteuer und Co. ein. Laut dem Verivox-Verbraucherpreisindex Strom lag der durchschnittliche Preis pro Kilowattstunde Strom vergangenes Jahr bei 24,34 Cent. Nach Angaben des Branchenverbandes BDEW lag der Stromverbrauch der Bundesbürger bei 139,7 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht einem Jahresumsatz von 34 Milliarden Euro. Nur 10,2 Milliarden Euro landeten am Ende bei den Energieversorgern. Der Rest ging an den Bund und wurde für die Nutzung der Stromnetze aufgebracht.

Ein Grund, warum die Abgaben an den Staat so hoch sind, nennt sich EEG – das Erneuerbare Energien-Gesetz. „Durch den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien steigt die Abgabenlast für die privaten Verbraucher, während sich die Industrie auf zahlreiche Ausnahmeregelungen berufen kann“, sagt Peter Reese, der Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Gleichzeitig forderte Reese von der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer für Strom von 19 auf 7 Prozent zu senken. Der ermäßigte Steuersatz sei auch beim Strom als „lebensnotwendiges Gut“ angebracht.

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