Bauherren von Einfamilienhäusern haben im Jahr 2009 Baukosten von 1.330 Euro pro Quadratmeter eingeplant – fast exakt denselben Ansatz wie Mitte der 90er Jahre. Wie eine Analyse LBS Research ergibt, ist der aktuelle Kostenvorsprung der neuen Länder nach wie vor erheblich. Während der Quadratmeter im Osten im Schnitt 1.122 Euro kostete, lag er in den alten Ländern bei 1.400 Euro. Speziell mit Reihenhäusern lassen sich im Westen wie im Osten pro Quadratmeter im Schnitt Einsparungen von einem Fünftel realisieren.

Reihenhäuser liegen im Trend

Werte von 900 Euro pro Quadratmeter wie bei Reihenhäusern zeigen, dass in den neuen Bundesländern nach wie vor gute Möglichkeiten bestehen, mit kosten- und flächensparenden Bauformen die Schwelle zum Bau zu senken. Auch bei Doppelhäusern werde hier die Marke von 1.000 Euro kaum überschritten. Hinzu komme, dass die Wohnflächen in diesen Objekten niedriger seien. Deshalb lägen die gesamten Baukosten für Reihenhäuser und Doppelhaushälften in den neuen Ländern im Durchschnitt bei weniger als 120.000 Euro, während sie bei frei stehenden Objekten bei 150.000 Euro lägen.

Mehr Qualität beim Hausbau

Offensichtlich spielen die Baukosten bei der Wahl der Gebäudeform nicht die entscheidende Rolle. Denn in den neuen Ländern entstehen 88 Prozent der neuen Eigenheime als frei stehende Objekte, während dieser Anteil 1995 noch bei 69 Prozent lag. Nicht ganz so ausgeprägt, aber in der Tendenz ähnlich ist die Entwicklung in den alten Ländern, wo 2009 noch 30 Prozent der Eigenheime als Doppel- und Reihenhäuser entstanden. Gerade hier wird deutlich, dass vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen mit teuren Grundstücken Reihenhäuser eine Alternative für den Eigentumserwerb darstellen.Der Trend zu mehr Qualität zeigt sich auch an den gestiegenen Wohnflächen. Am stärksten ist dies bei Reihenhäusern zu beobachten, wo in Ost und West die Marke von 125 Quadratmetern überschritten wird. Insgesamt bleibt die Wohnfläche von neuen Eigenheimen im Durchschnitt in den neuen Ländern mit 130 Quadratmetern hinter dem westdeutschen Wert (148 Quadratmeter) zurück. Für ein ostdeutsches Eigenheim liegen die Baukosten im Schnitt unter 150.000 Euro, während das westdeutsche über 200.000 Euro liegt.

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